Siltronic hebt Prognosen dank starker Chip-Nachfrage an

München (APA/dpa-AFX) - Der Boom der Chipindustrie stimmt den Zulieferer Siltronic für das laufende Jahr optimistischer. „Da wir eine ungebr...

München (APA/dpa-AFX) - Der Boom der Chipindustrie stimmt den Zulieferer Siltronic für das laufende Jahr optimistischer. „Da wir eine ungebrochen hohe Nachfrage nach Wafern sehen, heben wir unsere Prognose leicht an“, sagte Konzernchef Christoph von Plotho laut Mitteilung vom Mittwoch in München.

Siltronic erwartet 2018 nun einen Umsatz von knapp 1,4 Mrd. Euro und eine Ebitda-Marge von circa 40 Prozent. Bisher hatte der TecDax Konzern einen Umsatz von deutlich über 1,3 Mrd. Euro sowie eine Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nahe 40 Prozent angepeilt.

Aus den Wafern von Siltronic - das sind dünne Siliziumscheiben - werden Computerchips hergestellt. Die Branche profitiert von der Digitalisierung der Industrie, dem Wachstum der Internet-Cloud und der Elektromobilität. „Die Nachfrage nach Wafern (...) wurde von einer Vielzahl an Anwendungen, insbesondere aus dem Speicher- und Logistikbereich aber auch von Automobil- und Industrieanwendungen, getrieben“, sagte von Plotho.

Siltronic konnte dank der ungebrochen hohen Nachfrage die Verkaufspreise weiter erhöhen und rechnet auch für den Rest des Jahres mit einem positiven Trend. Zudem war die Wechselkursbelastung im zweiten Quartal geringer als zum Jahresstart. Da hatte der schwache US-Dollar ein Stück weit Schwung gekostet. Die Geschäfte in der Chipindustrie werden vor allem in Dollar abgewickelt. Schwächelt dieser bleibt nach der Umrechnung in Euro bei Unternehmen wie Siltronic weniger hängen.

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Der Umsatz legte im zweiten Quartal zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel auf 361,3 Mio. Euro zu. Im Vergleich zum Vorquartal war es ein Plus von mehr als 10 Prozent. In der Chipbranche wird wegen der üblichen größeren Schwankungen stärker als in anderen Sektoren auf die Quartalsvergleiche geschaut. Das Ebitda der Wacker-Chemie-Beteiligung verdoppelte sich infolge der gestiegenen Verkaufspreise im Jahresvergleich auf 146 Mio. Euro. Unter dem Strich verdienten die Münchener 98 Mio. Euro nach gut 35 Mio. vor einem Jahr und 82 Mio. Euro im ersten Jahresviertel.

Die Investitionen sollen 2018 laut Unternehmensangaben von bisher geplanten 240 bis 260 Mio. auf 260 bis 280 Mio. Euro steigen, da Anzahlungen an Lieferanten in das Jahr 2018 vorgezogen werden.


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