Europas Leitbörsen zu Mittag mit negativer Tendenz

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf ihre Verluste ausgebaut. Der 50 führende Unternehmen de...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf ihre Verluste ausgebaut. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 13,22 Einheiten oder 0,38 Prozent auf 3.470,09 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.45 Uhr mit 12.614,89 Punkten und minus 74,50 Einheiten oder 0,59 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 65,29 Zähler oder 0,85 Prozent und steht nun bei 7.643,76 Stellen.

Vor dem Treffen von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker mit US-Präsident Donald Trump stand der internationale Handelskonflikt bei den Anlegern auf der Agenda ganz oben. Die beiden hatten sich im Vorfeld wenig optimistisch für eine mögliche Annäherung im Zollstreit gezeigt. Von den mäßigen Vorgaben der Übersee-Börsen ging kein Rückenwind aus und die jüngsten Geschäftszahlen der europäischer Unternehmen wurden überwiegend negativ aufgenommen.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli etwas weniger als erwartet verschlechtert. Wie das Ifo-Institut am Mittwoch in München mitteilte, fiel der von ihm erhobene Geschäftsklimaindex um 0,1 Punkte auf 101,7 Zähler. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas stärkeren Rückgang auf 101,5 Punkte gerechnet. Die befragten Unternehmen bewerteten zwar ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als zuletzt, die Erwartungen für das nächste halbe Jahr haben sich aber verschlechtert.

Im Mittagshandel rutschten die Aktien deutscher Autohersteller ans untere Ende des Leitindex für die Eurozone. Die Papiere von BMW gaben um 1,64 Prozent nach, für VW ging es um 2,00 Prozent nach unten und Daimler verbilligten sich als Schlusslicht um 2,57 Prozent. Daimler und der chinesische Suchmaschinenbetreiber Baidu wollen gemeinsam intensiver autonomes Fahren und digitale Dienste in Autos entwickeln. Dazu sei eine Absichtserklärung unterzeichnet worden, gaben beide Unternehmen am Mittwoch bekannt. Außerdem wird der Konzern morgen seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorlegen. Analysten erwarten wegen der Probleme mit Dieselfahrzeugen und anderen Sondereffekten Belastungen.

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Bei der spanischen Großbank Santander stand trotz einer operativen Gewinnüberraschung im zweiten Quartal ein knappes Kursminus von 0,11 Prozent zu Buche. Allerdings ging der Überschuss wegen des starken Euro und Kosten für die Integration der im vergangenen Jahr übernommenen Banco Popular leicht zurück.

Mit Iberdrola bleibt auch im Verlauf ein weiterer Wert aus Spanien in der Verlustzone (minus 1,39 Prozent). Dass Umsatz und operatives Ergebnis in der ersten Jahreshälfte prozentual zweistellig gewachsen waren, gab ebenso wenig Auftrieb wie die für das zweite Halbjahr in Aussicht gestellte, noch bessere Entwicklung.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA322 2018-07-25/13:55


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