Aufsicht untersucht Signature-Bank-Geschäfte mit Trump-Schwiegersohn

Wien/Washington (APA) - Die New Yorker Bankenaufsicht hat ihre Untersuchung der Signature Bank und deren Geschäfte mit Jared Kushner, dem Sc...

Wien/Washington (APA) - Die New Yorker Bankenaufsicht hat ihre Untersuchung der Signature Bank und deren Geschäfte mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten, ausgeweitet: Nun soll untersucht werden, ob die Signature Bank mit Krediten dazu beigetragen habe, Mieter aus ihren Wohnungen zu vertreiben, berichtet die „New York Times“. Die Bank und das Kushner-Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück.

Geprüft wird, ob die Signature Bank gewusst habe, dass sie Kredite an Immobilienentwickler - darunter das Kushner-Familienunternehmen „Kushner Companies“ - gegeben habe im Wissen, dass diese Missbrauch begehen würden, um Mieter mit niedrigen Mieten aus ihren Wohnungen zu verdrängen. Dabei stehe im Fokus, ob die Kredite der Signature Bank zu riskant waren und Gesetze verletzt hätten, die vor Missbrauch schützen sollen.

Die 1999 gegründete Signature Bank ist geschäftlich mit der Familie von US-Präsident Donald Trump und ihm selber verbunden. Im September 2011 erhielt Ivanka Trump, Präsidententochter und Ehefrau von Jared Kushner, im Alter von 29 Jahren einen Sitz im Verwaltungsrat der Bank, den sie Anfang 2013 zurücklegte. Bald darauf flossen Hypothekarkredite an Kushner Companies im Gesamtvolumen von über 210 Millionen Dollar (179,40 Mio. Euro). Das Geld war für Häuser in den New Yorker Stadtbezirken Manhattan und Brooklyn bestimmt, in denen viele Wohnungen mit regulierten Mieten liegen.

Auch für Donald Trumps Golfanlage in Florida kam ein Kredit von der Signature Bank. Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen, der mitten in der Affäre um eine mögliche Schweigegeldzahlung an das Playmate Stormy Daniels steckt, erhielt laut dem Bericht der „NYT“ im Februar 2015 von der Bank einen 17-Millionen-Dollar-Kredit für den Kauf eines Appartments in Manhattan.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Kommentieren