US-Börsen

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch kurz vor Handelsschluss einen Sprung nach oben hingelegt und sind daraufhin einheitlich fes...

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch kurz vor Handelsschluss einen Sprung nach oben hingelegt und sind daraufhin einheitlich fester aus dem Handel gegangen. Für gute Stimmung an der Wall Street sorgten Berichte, wonach US-Präsident Donald Trump bei seinem Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker von diesem Zugeständnisse im Handelsstreit erreicht habe.

Der Dow Jones beendete den Handelstag um 0,68 Prozent höher bei 25.414,10 Einheiten. Der marktbreite S&P-500 legte 0,91 Prozent auf 2.846,07 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 1,17 Prozent auf 7.932,24 Zähler.

Trump hat sich mit Juncker in Washington darauf geeinigt, dass die EU unter anderem mehr Soja importieren und Industriezölle senken soll, berichtete der Sender CNBC unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Dow Jones. Bereits im Vorfeld des Krisentreffens im Handelsstreit hatten sich beide öffentlich um Entspannung bemüht.

Trump hatte sich vor Journalisten im Weißen Haus optimistisch gezeigt, bestand aber zugleich auf seiner Forderung nach fairen Handelsbedingungen. Er erwarte, dass etwas „sehr Positives“ passieren werde. Was er genau damit meinte, erklärte er jedoch nicht. Juncker sagte: „Wir sind enge Partner, Verbündete, keine Feinde. Wir müssen zusammenarbeiten.“

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Abseits des Handelsstreits lieferte vor allem die Berichtssaison Impulse. So profitierten die Papiere von Coca-Cola von vorgelegten Quartalsergebnissen und stiegen um 1,83 Prozent. Der Getränkekonzern fährt mit Hilfe kalorienarmer Getränke wie dem Coke Zero Sugar hohe Gewinne ein. Unter dem Strich stieg der Ertrag im zweiten Quartal um knapp 70 Prozent auf 2,3 Mrd. US-Dollar. Dazu trugen auch Kosteneinsparungen bei.

Hingegen gaben die Aktien von Boeing um 0,66 Prozent nach und gehörten damit zu den größten Verlierern im Dow Jones. Der Flugzeugherstellers musste einräumen, dass die Entwicklung des Militär-Tankflugzeugs KC-46 um 426 Mio. Dollar teurer wird als gedacht. Das drei Mrd. Dollar schwere Projekt leidet unter Verzögerungen und veränderten Anforderungen an das Militärflugzeug auf Basis der Boeing 767. Die ersten KC-46-Maschinen sollen im Oktober an das US-Militär übergeben werden, zwei Jahre später als geplant.

Im S&P-500 gerieten die Anteilsscheine von General Motors (GM) stark unter Druck und gaben 4,46 Prozent ab. Wegen höherer Rohstoffpreise und schwacher Währungen in Südamerika senkte der größte US-Autohersteller seine Prognose für den Jahresgewinn. Das Umfeld sei mit „beachtlichem Gegenwind“ herausfordernder als bisher, sagte Finanzchef Chuck Stevens.

Ebenfalls auf eine negative Marktreaktion stießen die Geschäftszahlen von AT&T (minus 4,45 Prozent). Der Telekomkonzern hat im zweiten Quartal besser verdient als angenommen, die Umsatzerwartungen aber enttäuscht.

Klar fester zeigten sich hingegen die Titel des Paketsdiensts UPS (plus 6,92 Prozent). Ein geplanter Stellenabbau hat im zweiten Quartal den erwarteten Gewinnanstieg gebremst. Mit knapp 1,5 Mrd. US-Dollar blieb unter dem Strich rund sieben Prozent mehr Gewinn als ein Jahr zuvor.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA549 2018-07-25/22:24


Kommentieren