Zangerl: „ÖVP benötigt soziale Schwarze wie mich“

AK-Präsident Zangerl und ÖVP-Arbeitneh-merchefin LR Palfrader fordern eine offene und ehrliche Auseinandersetzung in der ÖVP mit den drängenden Anliegen der Arbeitnehmervertreter.

© Böhm

Von Peter Nindler

Innsbruck –Tirols ÖVP-Arbeitnehmerchefin und Landesrätin Beate Palfrader sowie Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl symbolisieren den ÖVP-internen Widerstand gegen den aktuellen Kurs der Bundesregierung bei den Sozialversicherungen oder der Arbeitszeitflexibilisierung. Sie bilden die Achse der Aufmüpfigen. Und sie sparen weiter nicht mit Kritik an Schwarz-Blau im Allgemeinen und am obersten Arbeitnehmervertreter in der ÖVP, Parlamentsklubobmann August Wöginger, im Besonderen. Doch überrascht es Zangerl nicht selbst, dass trotz der Diskussionen über den 12-Stunden-Tag die Volkspartei unter Bundeskanzler Sebastian Kurz in Umfragen stabil vorne und bei rund 34 Prozent liegt? „Nein, denn die Regierung agiert wie eine PR-Agentur. Die Reformen werden positiv dargestellt.“ Das seien letztlich nur „Taschenspielertricks“, geht Zangerl davon aus, „dass die Menschen das bald durchschauen werden“. Demnächst werde Schwarz-Blau wohl noch die „Zehn Gebote“ reformieren und das achte Gebot „Du sollt nicht lügen“ herausstreichen.

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