Notfallpraxis in Innsbruck wird ausgebaut

Der ärztliche Bereitschaftsdienst bekommt neue Räume im Innsbrucker Zentrum. Damit soll auch die Kapazität gesteigert werden.

Symbolfoto.
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Innsbruck –Die Bereitschaftsordination am Sillufer stellt die ärztliche Versorgung in der Landeshauptstadt an Wochenenden und Feiertagen sicher. Zwei niedergelassene Ärzte leisten diesen Dienst im Gebäude der Rettung Innsbruck. Die Räumlichkeiten am Sillufer entsprechen allerdings nicht mehr den aktuellen Standards und genügen darüber hinaus nicht mehr den Platzansprüchen. Seit Längerem arbeitet die Tiroler Gebietskrankenkasse mit Ärztekammer Tirol und Stadt Innsbruck an einer Verlegung der Praxis.

Im Frühjahr 2019 soll nun in der Fallmerayerstraße und damit im Herzen von Innsbruck eine neue Bereitschaftsordination eröffnet werden. Die Praxis soll gleich mehrere Vorteile bringen: barrierefreier Zugang, eine gute öffentliche Verkehrsanbindung, die Nähe zur Klinik sowie ein Ruheraum für Ärzte. „Die neue Ordination im Zentrum der Stadt Innsbruck stellt eine weitere Stärkung der medizinischen Versorgung dar – insbesondere zu Randzeiten erhalten Versicherte so rasch Hilfe“, erklärt TGKK-Direktor Arno Melitopulos. Lang- bzw. mittelfristig eigenen sich Lage und Ausstattung der Räumlichkeiten auch zum Ausbau einer Primärversorgungs-Einheit. Die Gebietskrankenkasse trägt 65 Prozent der Kosten für den Bereitschaftsdienst (rund 200.000 Euro pro Jahr), 25 Prozent kommen von der Stadt Innsbruck, 10 vom Land Tirol.

Der Innsbrucker Stadtsenat stimmte kürzlich der neuen Kooperationsvereinbarung zu, erklärt der zuständige Vizebürgermeister Franz Gruber (ÖVP). Die jährliche Mehrbelastung durch die Übersiedlung in die neuen Räume liegt für die Stadt bei rund 10.000 Euro.

Günter Atzl, Direktor der Ärztekammer Tirol, die Eigentümerin der Liegenschaft ist, zeigt sich erleichtert über die Lösung des Platzproblems. „Der große Vorteil der neuen Ordination ist, dass sie über zwei getrennte Behandlungsräume verfügt und damit zwei Ärzte parallel Patienten versorgen können.“ Atzl rechnet damit, dass der Umbau in der Fallmerayerstraße im ersten Quartal 2019 abgeschlossen ist. Noch wartet man allerdings auf den Baubescheid der Stadt Innsbruck. (TT)


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