Tirol mit Topwerten bei Arbeitslosen

Von allen Landeshauptstädten hatte Innsbruck mit 5,1 Prozent die niedrigste Arbeitslosigkeit.

Symbolfoto.
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck, Wien – In Tirol waren im Halbjahresdurchschnitt monatlich 18.387 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 3362 oder 15,5 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich. Die Arbeitslosenquote für das erste Halbjahr beträgt 5,2 Prozent (2017: 6,2 Prozent). Die Prognosen für das zweite Halbjahr 2018 und auch für 2019 lassen – trotz Hinweise auf manche Risiken – auf weiteres Wirtschaftswchstum schließen, so das AMS Tirol in einer Aussendung. Da auch Langzeitarbeitslose aktuell besser in den Arbeitsmarkt integriert würden, sinke die durchschnittliche Arbeitslosigkeit, auch deren Dauer. Das AMS Tirol geht für heuer von einer weiterhin sinkenden Arbeitslosigkeit aus, geschätzt wird eine Quote von 4,9 Prozent zum Jahresende.

In diesem Kontext verwies Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) auf ein Ost-West-Gefälle. „Ob im Länder- oder Landeshauptstadt-Vergleich – die Westachse ist in Sachen Beschäftigung führend“, so Platter. Dies sei „kein Zufall“, sondern Ergebnis einer „abgestimmten Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik“.

Insgesamt sind Österreichs Bezirke unterschiedlich stark von Arbeitslosigkeit betroffen, das zeigen die Zahlen des AMS Österreich zur regionalen Arbeitslosenquote im ersten Halbjahr. So wies Wien mit 12,5 Prozent die höchste Arbeitslosenquote auf, gefolgt von Spittal an der Drau mit 11,0 Prozent und Völkermarkt mit 10,7 Prozent. Von den Landeshauptstädten hatte Innsbruck mit 5,1 Prozent die niedrigste Arbeitslosigkeit aufzuweisen, gefolgt von Salzburg mit 5,7 Prozent und Bregenz mit 5,8 Prozent. Österreichweit lag die Arbeitslosenquote im Schnitt des ersten Halbjahres bei acht Prozent. Insgesamt sank die Arbeitslosigkeit verglichen mit dem Vorjahreszeitraum – bis auf Bludenz – in allen Bezirken. Die Daten stützen sich auf die AMS-Arbeitslosenquoten ohne Schulungsteilnehmer. (APA, TT)


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