Causa Erl: Ombudsfrau Baur nimmt Vorwürfe „sehr ernst“

Erl (APA) - Die vom Stiftungsvorstand der Tiroler Festspiele Erl installierte Ombudsfrau, die ehemalige grüne Soziallandesrätin Christine Ba...

Erl (APA) - Die vom Stiftungsvorstand der Tiroler Festspiele Erl installierte Ombudsfrau, die ehemalige grüne Soziallandesrätin Christine Baur, nimmt die einen Tag zuvor in einem Brief öffentlich gemachten Vorwürfe von fünf ehemaligen Künstlerinnen „sehr ernst“. Sie biete den Frauen ein Gespräch und ihre Unterstützung an, sagte Baur der APA am Donnerstag.

Ob sich eine der fünf bereits von sich aus bei ihr gemeldet habe, wollte Baur mit dem Verweis auf Vertraulichkeit nicht sagen. Auch nicht, ob überhaupt jemand bis dato an sie herangetreten ist. Sie könne aber Betroffenen, sofern sie sich melden, neben rechtlicher Unterstützung auch aufzeigen, welche Wege es sonst noch gibt.

Sie habe den Eindruck, dass die Festspiele, also Geschäftsführung und Vorstand, die Vorwürfe ebenfalls sehr ernst nehmen, so Baur. Dafür spreche unter anderem auch die Tatsache, dass sie die Möglichkeit zur Verfügung stellen, dass sich Betroffene an jemanden wenden können.

Nach den Grünen verlangte am Donnerstag auch die Tiroler Oppositionspartei Liste Fritz die „sofortige Suspendierung“ des künstlerischen Leiters Gustav Kuhn. „Man kann solch gravierenden Vorwürfen nicht einfach durch schweigen und abwarten ausstellen. Schon längst sollte jedem klar sein, dass der letzte Beweis längst erbracht ist, und die unmenschlichen Zustände sofort zu beenden sind“, erklärte Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider. Land und Bund stünden in der Pflicht. Vor allem die zuständige ÖVP-Landesrätin Beate Palfrader und Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner, so Haselwanter. Allein die jährlichen Subventionen des Landes Tirol für die Festspiele Erl würden mehr als eine Million Euro ausmachen.


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