Israel kündigte nach Anschlag neue Bauvorhaben im Westjordanland an

Jerusalem (APA/dpa) - Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat nach einem Anschlag den Bau von 400 weiteren Wohneinheiten in der ...

Jerusalem (APA/dpa) - Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat nach einem Anschlag den Bau von 400 weiteren Wohneinheiten in der Siedlung Adam im Westjordanland angekündigt. Dort war zuvor ein Israeli nach der Messerattacke eines Palästinensers gestorben. „Die beste Antwort auf den Terror ist eine beschleunigte Besiedlung von Judäa und Samaria (Westjordanland; Anm.)“, schrieb Liebermann bei Twitter.

Ein 17-jähriger Palästinenser war am Donnerstagabend in die Siedlung nordöstlich von Jerusalem eingedrungen und hatte dort auf zwei Israelis eingestochen. Ein 31-jähriger Israeli erlag später seinen schweren Verletzungen. Das Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem teilte am Freitag mit, Ärzte hätten im Operationssaal stundenlang um sein Leben gekämpft.

Ein 58-Jähriger, der dabei schwere Verletzungen erlitt, sei inzwischen in stabilem Zustand, teilte das Krankenhaus mit. Ein dritter Einwohner konfrontierte den Angreifer und wurde dabei leicht verletzt. Nach Armeeangaben erschoss dieser Mann den Täter, der aus dem Dorf Kubar stammte.

Nach palästinensischen Medienberichten blockierte die Armee nach dem Anschlag die Einfahrt zu dem Dorf. Soldaten seien in den Ort eingedrungen. Ein anderer Einwohner des Dorfes hatte im vergangenen Jahr drei Mitglieder einer israelischen Familie in einer Siedlung ermordet. Die israelische Armee verlegt angesichts der Sicherheitslage zwei weitere Bataillone ins Westjordanland.

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