Rumerin bittet um Hilfe für Ghana

Rum – „Als ich jung war, wurde ich in Ghana selbst ausgenützt, für mich war alles dunkel“, erzählt Brenda Rudolf aus Neu-Rum, die in Westafr...

Bildung sei der Schlüssel, um Kindern in Ghana Perspektiven jenseits von Elend, Drogen und Kriminalität zu eröffnen, meint Brenda Rudolf.
© Rudolf

Rum –„Als ich jung war, wurde ich in Ghana selbst ausgenützt, für mich war alles dunkel“, erzählt Brenda Rudolf aus Neu-Rum, die in Westafrika aufgewachsen ist und seit 30 Jahren in Österreich lebt. Sie habe hier ein gutes Zuhause gefunden, aber sie lebe „mit offenen Augen“ und könne nicht wegschauen, was in ihrer alten Heimat passiert.

Also setzt sie sich seit 15 Jahren für Ghana ein, konkret für die bitterarme Bevölkerung in Buduburam (Zentralregion), rund 40 Kilometer von der Hauptstadt Accra entfernt.

2009 gründete sie offiziell den Verein „Entwicklungshilfe Afrika/Brenda Foundation“, 2012 wurde – mit öffentlicher und privater Unterstützung aus Tirol – der Bau einer Schule in Buduburam gestartet. Sechs Klassenräume entstanden, die ersten Jahrgänge haben begonnen – wegen der hohen Kosten sei die Schule aber noch immer nicht ganz fertig, berichtet Brenda Rudolf. Auch dringend benötigte Fahrräder oder Rollstühle hat die Initiative in den letzten Jahren schon nach Ghana gebracht.

Doch wie sie bei ihren Besuchen mit eigenen Augen gesehen habe, sei die Not größer denn je. Das Hauptproblem: fehlende Bildung. „Die meisten Kinder gehen nicht zur Schule. Mädchen werden oft schon mit zwölf Jahren zum ersten Mal schwanger. Arbeitslose Burschen rutschen in Drogen und Kriminalität ab. Klinikbesuche und Medikamente sind unleistbar.“

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Brenda und ihr Mann Franz, ein Tiroler, sammeln daher weiterhin gebrauchte Waren in gutem Zustand. Benötigt werden Schulmaterial (Laptops, Computer, Schreibwaren etc.), Handys, Babysachen, Hygiene- und Pflegeartikel, Produkte für Schwangere, Haushaltsartikel aller Art, Kleidung und Schuhe. Aus einem eigens angemieteten Lagerraum in Neu-Rum holt eine Spedition die Waren jeweils am Monatsende ab und bringt sie nach Ghana. Dort werden sie in Zusammenarbeit mit einer kirchlichen Organisation verteilt, Brenda Rudolf ist auch immer wieder selbst vor Ort. „Wir geben die Waren direkt an die Leute, denn Korruption ist ein großes Problem.“

Für den Transport der Waren – der pro 300-kg-Box rund 150 Euro koste – bitte man auch dringend um Geldspenden, sagt Brenda Rudolf, man sei für jede Hilfe dankbar.

Kontakt: Entwicklungshilfe Afrika, Austraße 7, 6063 Rum, IBAN: AT37 1600 0004 1501 0788, BLZ 16000. Bei Sachspenden bitte um SMS, Anruf oder E-Mail: Tel. 0664/5377892, bresorp@yahoo.com. (md)


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