UNO-Generalsekretär ruft zu Einsatz gegen Menschenhandel auf

Wien (APA) - UNO-Generalsekretär Antonio Guterres ruft zum verstärkten Einsatz gegen den Menschenhandel auf. „Menschenhändler kommen zu oft ...

Wien (APA) - UNO-Generalsekretär Antonio Guterres ruft zum verstärkten Einsatz gegen den Menschenhandel auf. „Menschenhändler kommen zu oft ungestraft davon. Ihre Verbrechen bekommen nicht annähernd genügend Aufmerksamkeit. Das muss sich ändern“, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung anlässlich des Welttages gegen den Menschenhandel am 30. Juli.

Menschenhändler nutzten die Hoffnung und Verzweiflung der Menschen aus, so die Organisation. Sie missbrauchten die Schutzbedürftigen und berauben sie ihrer Menschenrechte. Kinder und junge Menschen, Migranten und Flüchtlinge sind dabei laut den Vereinten Nationen besonders gefährdet, Frauen und Mädchen würden immer wieder zum Ziel.

Der Menschenhandel nehme viele Formen an und kenne keine Grenzen. „Wir sehen brutale sexuelle Ausbeutung durch unfreiwillige Prostitution, Zwangsheirat und sexuelle Sklaverei“, teilte Guterres mit. Auch der Handel mit menschlichen Organen werde beobachtet.

Die Vereinten Nationen seien daher entschlossen, Maßnahmen zu fördern, um „Menschenhändler zur Rechenschaft zu ziehen und gleichzeitig ihre Opfer zu schützen und zu unterstützen“. Die Rechte der Opfer müssten an erster Stelle stehen, hieß es in der Erklärung.

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Guterres rief darin die Mitgliedsstaaten auf, auf Basis des gemeinsam im Dezember verabschieden UNO-Migrationspakts, dem „Global Compact on Refugees“, „gemeinsam über die Schlüsselfragen zu Prävention, Schutz und Strafverfolgung nachdenken, um eine Zukunft zu gestalten, in der diese Verbrechen keinen Platz haben.“

Das österreichische Hilfswerk „Jugend Eine Welt“ wies am Freitag darauf hin, dass Österreich ein wichtiges Transitland für den Menschenhandel sei. Rund 95 Prozent der Opfer hierzulande seien weiblich und stammten aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn, der Slowakei, Bosnien und Serbien sowie aus Nigeria, Südasien, China und Südamerika. Die Organisation forderte ebenfalls eine Verbesserung des Opferschutzes sowie verstärkte Aufklärungsprogramme.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA343 2018-07-27/15:38


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