Klopp warf Ramos absichtliches und unfaires Verhalten vor

„Wenn man nicht für Real Madrid ist, denkt man, das ist rücksichtslos und brutal“, sagte der Coach von Liverpool.

Liverpool-Trainer Klopp kritisiert einmal mehr Sergio Ramos.
© Reuters/Carl Recine

Ann Arbor (Michigan) – Das verlorene Finale in der Fußball-Champions-League (1:3 gegen Real Madrid) im Mai hat bei Jürgen Klopp nach wie vor einen fahlen Beigeschmack. Der Coach von Liverpool kritisierte am Freitag (Ortszeit) in Ann Arbor während der Testspielreise der „Reds“ in den USA einmal mehr Sergio Ramos. Der Real-Abwehrspieler habe mit zwei unfairen Aktionen das Spiel maßgeblich beeinflusst.

„Wenn man nicht für Real Madrid ist, denkt man, das ist rücksichtslos und brutal“, sagte Klopp. Wenn es künftig einen Videoschiedsrichter geben werde, müsste sich dieser eine derartige Szene anschauen. In der ersten Hälfte musste Liverpools-Superstar Mohamed Salah nach einem Zweikampf mit Ramos das Feld verlassen. Zudem zog sich Liverpool-Keeper Loris Karius nach einem Zusammenstoß mit Ramos eine Gehirnerschütterung zu.

„Ich bin nicht sicher, dass wir das noch einmal erleben wollen - ein Ellbogen an den Kopf des Tormanns, den Torjäger im Mittelfeld wie ein Wrestler zu Fall bringen, und dann gewinnst du das Spiel“, sagte Klopp und betonte: „Das war die Geschichte des Spiels.“ Ramos habe danach viele Sachen gesagt, die Klopp nach eigenem Bekunden nicht gefielen. Das Verhalten des Real-Kapitäns sei - anders als von diesem dargestellt - eben nicht normal, sagte der deutsche Coach und verwies auf andere Vorfälle, in die der Routinier verwickelt gewesen sei. Klopp betonte, er lehne es ab, ein Spiel mit allen erdenklichen Mitteln gewinnen zu wollen. (APA/dpa)


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