Mehr Transparenz bei Sozialbezügen

Schwaz, Finkenberg – Der Fachkräftemangel ist trotz guter Auftragslage in Industrie und Handwerk und steigender Nächtigungszahlen das Sorgen...

Schwaz, Finkenberg –Der Fachkräftemangel ist trotz guter Auftragslage in Industrie und Handwerk und steigender Nächtigungszahlen das Sorgenkind in der Wirtschaft. Wie die TT berichtete, besteht seitens der Wirtschaftskammer der Wunsch, dass arbeitslos gemeldete Fachkräfte in Ostösterreich nach Westösterreich vermittelt werden. In Wien liegt die Arbeitslosigkeit bei über elf Prozent, während im Bezirk Schwaz mit drei Prozent de facto Vollbeschäftigung herrscht. Unterstützt wird die Forderung von Josef Stock, Chef des Fünf-Sterne-Hotels „Stock Resort“ in Finkenberg.

„Aus der ganzen Welt kommen Menschen, um bei uns zu arbeiten. Nur aus dem eigenen Land nicht. Ich finde, das gehört geändert“, kritisiert Stock. „Vom Staat gibt es für manche Familien, wo keiner arbeitet, so viel Geld, dass sich das Arbeiten im Vergleich dazu nicht lohnt“, meint Stock. Der Hotelier fordert daher, dass alle Sozialbezüge genauso offengelegt werden wie Förderungen, die Bauern erhalten. „Dann sieht man, wer alles stempelt“, meint Stock.

Seitens der Schwazer Wirtschaftskammer erntet er Verständnis, doch unterstützt wird seine Sozialbezugs-Transparenzforderung nicht wirklich. „Man sollte da besser im Vorfeld schauen, dass es gar nicht so weit kommen muss“, meint die Schwazer WK-Obfrau Martina Entner. Die Hotelierin vom Achensee plädiert für die Lockerung der Zumutbarkeitsgrenzen und für ein Monitoring, das zeigt, wo arbeitslose Fachkräfte sind und wo diese gebraucht werden. Martina Entner: „Dass sich Arbeitslose zunehmend Hunde anschaffen, um keinen entfernteren Job annehmen zu müssen, das kann’s nicht sein.“ (ad)

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