Im Haifischbecken fühlt sich Ross pudelwohl

Mit dem Baby-Boom im Haifischbecken kann auch Nick Ross dienen. Der Rückkehrer atmet nicht nur am Innsbrucker Eis wieder Heimatgefühle ein.

© Amir Beganovic

Von Alex Gruber

Innsbruck –Die Erste Bank Eishockeyliga und insbesonders die Innsbrucker Haie haben Nick Ross nach einem Jahr Pause wieder. Die Saison beim HKM Zvolen in der slowakischen Extraliga lief für den 29-jährigen Kanadier mit 39 Scorerpunkten (9 Tore/30 Assists) zwar bestens, Land und Leute fühlen sich in Tirol aber weit besser an.

„In der Slowakei haben die Hälfte der Mannschaft und der Trainer kein Englisch gesprochen. Es ist sportlich ganz gut gelaufen, aber ein Jahr dort war genug“, diktiert Ross zurück in der Tiwag-Arena, wo er von 2014 bis 2017 schon drei Spielzeiten absolviert hat. Eigentlich wollte der offensivstarke Verteidiger ja in der deutschen Eishockeyliga landen, ein positiver Bescheid in Sachen deutscher Pass blieb trotz Vorfahren aber aus. Und so gab’s eben den einjährigen Umweg über Zvolen.

Dafür hatte das Leben ein anderes Geschenk parat. Mit Brooks erblickte der erste Spross im Hause Ross zu Weihnachten (25.12.’17) als Christkind in der Slowakei das Licht der Welt. Seitdem geht der Vater „um 8.30 ins Bett“. Augenblicklich liegen aber viele Flugmeilen und etliche Stunden Zeitverschiebung zwischen Vater und dem Sohn in Kanada, via Skype bleibt man verbunden: „Ich weiß nicht, ob er mich hört. Aber er lacht und will ins Telefon beißen“, freut sich Ross, wenn er seinen Stammhalter sieht: „Es ist hart, dass er momentan so weit weg ist.“ Mitte September soll Brooks gemeinsam mit Mama Alyssa in Innsbruck landen, zur Stunde spendet Hündin Remi familiären Beistand.

Das Haifischbecken ist in dieser Saison durch John Lammers (Sohn Jackson/zwei Monate), Mike Boivin (Bennett/sieben Monate) oder Andrew Clark (s. r.) mit Nachwuchs gesegnet: „Wir sind viele junge Daddys, die voneinander lernen können. Wir haben viele Baby-Sharks“, grinst Ross.

Trotz des Baby-Booms und der ganzen Freude über die Rückkehr („Alles ist besser in Innsbruck. Es ist wie zuhause und wie eine Familie“) juckt es Ross natürlich in erster Linie auch in der Schlägerschaufel: „Natürlich ist die Liga besser, aber das sind wir auch.“ Und irgendwo zwischen den Zeilen lassen sich sogar Titelträume lesen.

Detail am Rande: Beim offiziellen Media Day der Erste Bank Eishockeyliga in Salzburg werden die Haie heute von Headcoach Rob Pallin, Kapitän Tyler Spurgeon, Goalie Matt Climie, Mario Lamoureux, Florian Pedevilla, Philipp Lindner und Daniel Wachter vertreten.


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