Wiener Börse (Nachmittag) - ATX am Nachmittag 1,21 Prozent im Minus

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Montagnachmittag weiter deutliche Abschläge verzeichnet. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 3.286,14 Punkte...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Montagnachmittag weiter deutliche Abschläge verzeichnet. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 3.286,14 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 40,31 Punkten bzw. 1,21 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,28 Prozent, FTSE/London -0,41 Prozent und CAC-40/Paris +0,16 Prozent.

Somit ging es am heimischen Aktienmarkt zum Wochenauftakt weiter deutlich abwärts. In der Vorwoche hatte der ATX zuletzt drei Handelstage in Folge Kursverluste von jeweils über einem Prozent eingefahren. Im Verlauf zeigten sich die Aktienmärkte europaweit schwach. Für Unsicherheit sorgt weiterhin die Währungskrise in der Türkei. Die Lira blieb weiter unter Druck, nachdem in der Früh neue US-Sanktionen gegen die Türkei in Kraft getreten waren.

In Wien rutschten die Aktien von Do&Co als schwächster Wert im prime market zwischenzeitlich um knapp zwölf Prozent ab. Zuletzt notierten sie noch um 9,32 Prozent tiefer bei 50,60 Euro. Das Cateringunternehmen ist stark am türkischen Markt engagiert. Am Freitag hatten die Titel bereits über vier Prozent verloren.

Schwach zeigten sich außerdem die Bankaktien. Die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) gaben um 3,38 Prozent auf 25,44 Euro nach, während die Titel der Erste Group um 1,28 Prozent auf 35,34 Euro fielen und die Papiere der BAWAG 2,31 Prozent auf 38,10 Euro verloren. Bankaktien standen europaweit auf den Verkaufslisten der Anleger.

Am Freitag hatte die „Financial Times“ berichtet, dass sich die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) angesichts der rasanten Kursverfalls der türkischen Lira Sorgen um die Engagements mancher europäischer Banken in der Türkei mache. Genannt wurde die spanische BBVA, die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit und die französische BNP Paribas.

Buwog-Aktien stiegen um 0,76 Prozent auf 29,26 Euro. Die Minderheitsaktionäre der vom deutschen Vonovia-Konzern übernommenen Immobiliengesellschaft sollen für die Übertragung ihrer Aktien auf die Vonovia eine Barabfindung von 29,05 Euro je Aktie bekommen, ist am Wochenende bekannt geworden.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Handelsbeginn 3.326,62 Punkten, das Tagestief lag um etwa 13.36 Uhr bei 3.276,17 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 1,19 Prozent bei 1.656,67 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market neun Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und drei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.742.191 (Vortag: 1.429.991) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 48,023 (43,73) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 346.207 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 8,73 Mio. Euro entspricht.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA276 2018-08-13/14:29


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