Migration - Merkel: Abkommen mit Griechenland weit fortgeschritten

Berlin (APA/Reuters/dpa) - Die Verhandlungen der deutschen Regierung über ein Rücknahmeabkommen für Flüchtlinge mit Griechenland sind nach A...

Berlin (APA/Reuters/dpa) - Die Verhandlungen der deutschen Regierung über ein Rücknahmeabkommen für Flüchtlinge mit Griechenland sind nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel weit gediehen. „Die Verhandlungen mit Griechenland sind weit fortgeschritten, die mit Italien werden noch etwas dauern“, sagte Merkel am Montag in Berlin nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Ministerrates von Bosnien-Herzegowina, Denis Zvizdic.

Die Verhandlungen werden vom Innenministerium geführt. Wenn nötig, werde sie selbst zur Verfügung stehen, um mit den Ministerpräsidenten zu sprechen, betonte Merkel. Dieser Punkt sei aber noch nicht erreicht.

Am Montag hatten Deutschland und Spanien ein Abkommen beschlossen. Dieses sieht vor, dass an der deutsch-österreichischen Grenze überprüfte Flüchtlinge binnen 48 Stunden nach Spanien gebracht werden, wenn sie dort bereits einen Asylantrag gestellt haben. Bisher sei aber noch kein Asylwerber nach Spanien zurückgeschickt worden. „Wir haben aus Spanien noch keinen Treffer“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums mit Blick auf die Eurodac-Datenbank, in der Asylbewerber europaweit erfasst werden.

Sowohl Merkel als auch Zvizdic forderten, den Ursachen für die wachsende Zahl über Serbien kommender Flüchtlinge nachzugehen. Laut Zvizdic liegt dies an der dort möglichen visafreien Einreise etwa von Iranern nach Serbien. Von dort würden die Menschen dann versuchen, über Bosnien in die EU zu gelangen. In diesem Jahr habe sein Land bereits mehr als 10.000 Flüchtende aufgenommen, von denen 6.000 das Land wieder verlassen hätten. „Natürlich sind bestimmte Informationen besorgniserregend, dass mehrere zehntausend Migranten bereits in Bewegung sind, um von Türkei nach Griechenland zu kommen. Und alle verfolgen diese Balkanroute“, sagte Zvizdic. Seine Regierung werde in Absprache mit den Nachbarn versuchen, die Zahl der durchreisenden Flüchtlinge zu verringern. Merkel sagte Bosnien-Herzegowina Hilfe der EU-Grenzschutzagentur Frontex zu.

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