Kufstein-Match hat ein Nachspiel: Es geht ums Prinzip

Trotz geringer Aussichten auf Erfolg brachte Kufstein fristgerecht Protest gegen die Wertung des Spiels in Anif (1:2) ein.

Lukas Tauber (gelb) musste zusammen mit Sahin Karayün ins Krankenhaus.
© Mühlanger

Innsbruck – Der Meisterschaftsbetrieb in der Regionalliga West und UPC Tirol Liga geht am Dienstag in einer englischen Runde mit insgesamt sieben Partien nahtlos weiter. Der Rauch von der Kufsteiner 1:2-Niederlage gegen Anif – die Salzburger erzielten das 1:1 kurz nachdem FCK-Goalie Lukas Tauber gemeinsam mit Verteidiger Sahin Karayün blutend zu Bode gegangen war – hat sich noch nicht verzogen. Das Videomaterial legt nahe, dass in erster Linie der Schiedsrichter, aber auch die Gäste einen Blick auf das Geschehen werfen hätten können, bevor der bittere Treffer erfolgte. Der FC Kufstein hat in jedem Fall ein Protestschreiben an das zuständige Komitee (Sitz beim Tiroler Fußballverband) aufgegeben.

„Es geht mir ums Prinzip und um ein Signal. Wir werden ja sehen, was dann herauskommt“, begründet Kufstein-Präsident Hannes Rauch den fristgerechten Einspruch gegen die Beglaubigung des Westliga-Spiels. Im Wissen, dass es kaum bzw. keine Chancen auf eine Neuaustragung gibt. In den ersten Emotionen nach dem Spiel hatte er ja mit dem Rückzug der eigenen Mannschaft aus der Meisterschaft gedroht. „Ein cleverer Schiri hätte abgepfiffen. Die Regel besagt, dass man in so einer Situation abpfeifen sollte. Ein ‚Muss’ gibt es dazu aber nicht“, erklärt UEFA-Beobachter Conny Plautz, dass das Resultat aufgrund des Regulativs wohl so stehen bleiben wird. (lex)

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