Mexikos neuer Präsident will 11 Mrd. Dollar in Ölbranche investieren

Mexikos künftiger Präsident Andres Manuel Lopez Obrador will die Kapazität der heimischen Raffinerien erhöhen und Importe drosseln.

Andres Manuel Lopez Obrador.
© AFP/Montoya

Mexiko-Stadt – Der künftige mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat Investitionen in die Ölbranche in der Höhe von mehr als elf Milliarden Dollar (9,65 Mrd. Euro) in Aussicht gestellt. Damit sollen die Kapazität der heimischen Raffinerien erhöht und die steigenden Importe von Ölprodukten gedrosselt werden.

Modernisierung und Bau von neuer Raffinerie geplant

Lopez Obrador sagte am Montag vor Reportern, seine Regierung wolle 2,6 Milliarden Dollar in die Modernisierung der Raffinerien stecken, die im Besitz des staatlichen Konzerns Pemex sind. 8,4 Milliarden Dollar sollen zudem in den Bau einer neuen Raffinerie investiert werden. Wie die Projekte finanziert werden sollen, ließ Lopez Obrador, der am 1. Dezember die Amtsgeschäfte von Enrique Pena Nieto übernimmt, offen.

Mexiko ist einer der größten Ölexporteure Lateinamerikas. Zugleich aber ist das Land der größte Importeur von Ölprodukten aus den USA. Der Staatskonzern Pemex besitzt sechs Raffinerien im Inland, die zusammen eine Kapazität von rund 1,6 Millionen Barrel pro Tag haben. Doch die Anlagen haben in diesem Jahr bisher nur mit einer Auslastung von 40 Prozent gearbeitet. Lopez Obrador hat dafür Korruption und Schlamperei verantwortlich gemacht. Zugleich ist die Einfuhr von Diesel und Benzin in den vergangenen Monaten drastisch gestiegen.

Der Linksnationalist Lopez Obrador hatte im Juli die Präsidentenwahl gewonnen. Er hat zugesichert, dass die Steuern nicht erhöht und keine neuen Schulden gemacht werden sollen. (APA/Reuters)


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