Leiche in Ardeche nahe überschwemmtem deutschen Zeltlager gefunden

Marseille (APA/AFP) - Nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich ist im Fluss Ardeche eine Leiche gefunden worden...

Marseille (APA/AFP) - Nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich ist im Fluss Ardeche eine Leiche gefunden worden. Es handle sich „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ um die Leiche eines 66-jährigen vermissten Deutschen, sagte ein Polizeisprecher am Montagabend. Die Leiche wurde am Montag in der Nähe des Ferienlager-Geländes im Ort Saint-Julien-de-Peyrolas gefunden, aber noch nicht identifiziert.

Der Betreuer des Ferienlagers der Leverkusener Jugendförderung St. Antonius wurde vermisst, seit der Campingplatz am Donnerstag nach heftigen Regenfällen überschwemmt worden war. Sein Wohnwagen wurde vom Wasser mitgerissen und später zerstört aufgefunden. Nach dem 66-Jährigen war am Wochenende noch gesucht worden.

Die Leiche wurde nun zur Identifizierung in die Gerichtsmedizin gebracht, wie der Polizeisprecher sagte. Das Ergebnis der Untersuchung wird nach Polizeiangaben aber erst in einigen Tagen vorliegen.

Nach der Überschwemmung waren nach Angaben der französischen Behörden insgesamt 184 Menschen gerettet worden, die sich in dem deutschen Zeltlager und auf zwei angrenzenden Campingplätzen aufhielten. Neun Kinder und Jugendliche wurden demnach leicht verletzt, rund hundert wurden psychologisch betreut. Die Kinder und Jugendlichen aus dem Zeltlager sind seit Samstagabend wieder zurück in Leverkusen.

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Die französische Justiz ermittelt nun gegen den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendförderung St. Antonius. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ergaben die Ermittlungen, dass das Gelände des Ferienlagers an einem Seitenarm der Ardeche in einem überschwemmungsgefährdeten Gebiet lag und die Betreiber dies wussten.


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