Springreiten: Österreich im Nationencup im Kreis der Top Ten Europas

Wien (APA) - Österreichs Springreiter-Elite darf sich 2019 im Nationencup mit Europas Spitze messen. Dank des Sieges beim Finale der Divisio...

Wien (APA) - Österreichs Springreiter-Elite darf sich 2019 im Nationencup mit Europas Spitze messen. Dank des Sieges beim Finale der Division 2 in Budapest gelang Max Kühner und Co. der Aufstieg in den Kreis der besten zehn Teams des Kontinents. „Das ist eine Herausforderung, aber dafür machen wir den Sport. Vielleicht gibt das dem Springsport etwas Schwung“, sagte Kühner der APA - Austria Presse Agentur.

Der Springsport in Österreich ist nach den Rücktritten von Hugo Simon und Thomas Frühmann medial etwas in den Hintergrund getreten. Das liege weniger an den Reitern. „Es gibt in Österreich mehr gute Reiter als gute Pferde“, sprach Kühner ein Problem an. So hat etwa die Tirolerin Stefanie Bistan, die WM-20. von 2014, derzeit kein geeignetes Pferd. Aktuell steht dank Aufsteiger Felix Koller aber ein starkes Quartett zur Verfügung.

Er hoffe, dass im kommenden Jahr die fünf Nationenpreise für alle Spitzenreiter bei der Planung Priorität haben würden, betonte Kühner, der den Aufstieg gemeinsam mit der in den Niederlanden lebenden Julia Houtzager-Kayser, dem Vorarlberger Christian Rhomberg und dem Oberösterreicher Koller, dem frischgebackenen Europameister der Jungen Reiter, geschafft hatte. Der in Bayern beheimatete Familienvater tritt seit 2015 für Österreich an.

Der Unternehmer und Profireiter vertritt den österreichischen Verband wie auch Rhomberg (mit dem 12-jährigen Wallach Saphyr des Lacs) bei den Weltmeisterschaften in Tryon (USA) im September. Nicht weniger als sechs Pferde Kühners wären für die Titelkämpfe qualifiziert, einsetzen wird er aber seine Nummer 1, den Hengst Chardonnay. Dieser hatte sich vor dem Weltcup-Finale im vergangenen Herbst verletzt und wurde vorsichtig aufgebaut. Nach kleineren Turnieren folgt für den elfjährigen Holsteiner nun die Bewährungsprobe in Valence (FRA/2 Turniere) und Brüssel. „Er geht drei Wochen am Stück, um die Kondition aufzubauen“, erklärte Kühner.

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Der 44-Jährige baut mit seinem Team selbst gute Nachwuchspferde auf - „Wir haben eine sehr starke Truppe“ -, in Budapest setzte er etwa im Nationenpreis (1,60 m) den erst achtjährigen PSG Final ein. Dieser gehört einem Sponsor, die anderen Pferde stehen aber im Besitz Kühners. Rhomberg genießt die Unterstützung einer Vorarlberger Sponsorin, die ihm die Pferde zur Verfügung stellt.

In der Dressur wird Österreich bei der WM gar nicht vertreten sein. Victoria Max-Theurer, die WM-Sechste von 2014, brachte mit ihrer Stute Blind Date heuer trotz Trainings bei Olympiasiegerin Isabell Werth nicht die erhofften Leistungen. Und Staatsmeisterin Belinda Weinbauer verzichtete nach Absprache mit dem Pferdebesitzer auf die US-Reise mit ihrem schon 14-jährigen Söhnlein Brilliant. Diese Entscheidung traf auch Springreiterin Houtzager-Kayser nach Absprache für den ebenfalls 14-jährigen Sterrehof‘s Cayetano Z. Ihr Ehemann Marc Houtzager ist aber als Mitglied des starken Oranje-Teams bei den Weltmeisterschaften dabei.


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