Flüchtlingsgesellschaft in Tirol wird verkleinert

Innsbruck – Die Strukturanpassungen in der ausgelagerten Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste/TSD gehen weiter. Die Landesregieru...

© Sebatsian Müller

Innsbruck –Die Strukturanpassungen in der ausgelagerten Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste/TSD gehen weiter. Die Landesregierung wird heute ein Konzept bis Ende 2019 beschließen, die 330 Mitarbeiter wurden gestern informiert. Für Flüchtlingsreferentin LR Gabriele Fischer (Grüne) stehen vier Eckpunkte im Vordergrund: eine klare Kommunikation an und für die TSD-Mitarbeiter, nachvollziehbare Kriterien für die Schließung von Unterkünften, eine qualitätsvolle Grundversorgung mit Integrationsmaßnahmen und das Beibehalten des erhöhten Betreuungsschlüssels von 1:70.

Wegen der sinkenden Asylwerberzahlen – bis Ende 2019 rechnet man mit rund 1600 in der Grundversorgung, derzeit sind es 3600 – wird es nur noch 63 organisierte Unterkünfte benötigen. „Leider hat das natürlich Auswirkungen auf den Personalstand, der in Etappen um 150 auf rund 80 Mitarbeiter verringert werden muss“, betont Fischer. Sie dankt den Flüchtlingshelfern, die Großartiges im Sinne der Asylwerber geleistet hätten. Aber: „Es war auch der Sinn bei der Gründung der TSD, flexibel auf die jeweiligen Herausforderungen reagieren zu können.“

Mit Betriebsrat und der Gewerkschaft wurde ein Sozialplan (Arbeitsstiftung, Kriterien bei Kündigungen, Fachkräftestipendium, etc.) vereinbart. 2,5 Mio. Euro dürften bis 2019 dafür aufgewendet werden. Fischer: „Ich hoffe natürlich, dass die Betroffenen so rasch wie möglich wieder eine Job finden, von einzelnen Unternehmen wie der GemNova gibt es bereits Anfragen.“

Für die Fortsetzung bestimmter Aufgaben wie Integrationskompass, Krisenwohnungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder den Sicherheitsdienst gibt es einen Betriebszuschuss für die TSD von 1,25 Mio. Euro. Durch Einsparungen im Flüchtlingsbudget wird dieser Betrag finanziert. LR Fischer geht es letztlich um ein klares Aufgabenkonzept für die Zukunft: „Das sind wir allen Beteiligten schuldig.“ (pn)


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