Lira-Krise: Türkische Wirtschaftsverbände nehmen Regierung in Pflicht

Istanbul (APA/dpa) - Angesichts der Währungskrise in der Türkei haben zwei wichtige Wirtschaftsverbände umgehende Maßnahmen der Regierung in...

Istanbul (APA/dpa) - Angesichts der Währungskrise in der Türkei haben zwei wichtige Wirtschaftsverbände umgehende Maßnahmen der Regierung in Ankara gefordert. Unter anderem müssten die Beziehungen zu „unserem wichtigsten Wirtschaftspartner“, der Europäischen Union, wieder gestärkt werden, forderten der Unternehmerverband TÜSIAD und die Union der Kammern und Börsen in der Türkei (TOBB) am Dienstag auf Twitter.

Die Bemühungen, die Probleme mit den USA zu überwinden, müssten fortgesetzt werden. Die Verbände begrüßten zudem die Erklärung der Zentralbank vom Vortag, dass Banken sich zusätzliche Mittel in Fremdwährung leihen könnten. Um die hohe Inflation dauerhaft zu drücken, müsste „umgehend“ ein Fahrplan zur Vertrauensbildung fertiggestellt werden. Die beiden Verbände erklärten auch, das Fundament der türkischen Wirtschaft sei stabil.

Die türkische Lira verliert seit Monaten an Wert - Sanktionen und Strafzölle der USA wegen des Streits um einen in der Türkei inhaftierten US-Pastors beförderten die Lira jedoch zwischenzeitlich in den freien Fall. Am Dienstag zog die türkische Lira wieder etwas an und sorgte auch für steigende Kurse an der Istanbuler Börse. Nach seinem Einbruch in den vergangenen zwei Handelstagen kletterte der türkische Leitindex ISE 100 kurz nach dem Handelsbeginn um mehr als 2 Prozent. Die Lira legte am Vormittag zu wichtigen Währungen wie Dollar und Euro jeweils um rund 5 Prozent zu.

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