Hörgeräte-Anbieter will in Tirol expandieren

Innsbruck – Während früher nur wenige Menschen in hohem Alter die Hilfe eines Hörakustikers in Anspruch nahmen, sind es inzwischen immer meh...

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Innsbruck –Während früher nur wenige Menschen in hohem Alter die Hilfe eines Hörakustikers in Anspruch nahmen, sind es inzwischen immer mehr, denen ihre Hörminderung bewusst wird. Dies ist mit ein Grund, warum die Branche enorm boomt. Zu den „großen Drei“ gehört in Österreich, neben Neuroth und Hartlauer, die Firma Hansaton.

Das Unternehmen wurde 1961 mit der ersten Österreich-Filiale in Innsbruck gegründet und gehört seit 2001 als 100-Prozent-Tochter zum weltgrößten Hörgeräte-Hersteller Sonova. In Tirol ist Hansaton mit elf Niederlassungen vertreten. „Wir setzen aktuell sehr auf Tirol und wollen hier mittelfristig auf 15 Standorte wachsen“, erklärt Ursula Rumplmayr, Österreich-Geschäftsführerin von Hansaton.

Allerdings leide die Branche unter einem enormen Fachkräftemangel. „Unsere geplante Expansion kann nur funktionieren, wenn wir genügend gut ausgebildete Mitarbeiter haben. Wir haben eine Ausbildungsoffensive gestartet und setzen intensiv auf den zweiten Bildungsweg, und hier vor allem auf Menschen mit Erfahrung im sozialen Umgang“, so Rumplmayr. Der Fokus liege dabei vor allem auf Wiedereinsteigern, die aus serviceorientierten Berufen wie dem Tourismus kommen. „Im Frühjahr haben 20 weitere Mitarbeiter ihre 18-monatige Ausbildung begonnen, im Herbst folgen weitere 20“, erklärt Rumplmayr. Dazu wurde im April eine Kooperation mit dem Wifi in Innsbruck fixiert, die ab Herbst schlagend wird. „Das Wifi hat im Bereich Hörakustik jahrzehntelange Erfahrung und ist für uns der ideale Partner“, betont Rumplmayr.

Insgesamt hat das Unternehmen in Österreich 95 Niederlassungen und beschäftigt über 300 Mitarbeiter. Die Geschäftsfelder umfassen neben dem Handel mit Hörgeräten unter anderem auch den Vertrieb von Fernbedienungen und Funksystemen für Hörgeräte und die Kinder-Hörakustik (Pädakustik). (hu)

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