Tiroler Baumwärter: „Einen Baum muss man erziehen“

Sie sind keine Gärtner, sie kümmern sich aber mindestens so liebevoll um Tirols Obstbäume: die Baumwärter. Einst ein angesehener Beruf gibt es immer noch Naturmenschen wie Gregor Semmelhofer, die statt auf den Ertrag auf die Gesundheit des Baumes achten.

Im Garten schaut Baumwärter Gregor Semmelhofer, ob sich Mehltau ausbreitet. Man versucht, die Bäume biologisch gesund zu halten.
© TT/Julia Hammerle

Von Matthias Christler

Ein mächtiger Apfelbaum wirft im großen Garten der Kreuzschwestern in Hall einen langen Schatten. Ein laues Lüftchen weht darunter. So könnte er ausgesehen haben, der Baum, unter dem Isaac Newton der Legende nach 1666 saß, in einem stillen Moment, als ein Apfel zu Boden fiel und ihm die Idee zum Gravitationsgesetz durch den Kopf schoss. Ein herrlicher Baum, oder nicht? Gregor Semmelhofer schaut kurz hin: „Den kann man nicht mehr erziehen, nur noch erhalten“, schüttelt er den Kopf und bringt die Besucher, die mehr über seine nicht ganz alltägliche Freizeitbeschäftigung wissen wollen, zu anderen viel jüngeren Apfelbäumen.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte