Merkel für enge Migrationspartnerschaften mit Afrika

Jena (APA/AFP) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine enge Partnerschaft mit Afrika ausgesprochen, um die Migr...

Jena (APA/AFP) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine enge Partnerschaft mit Afrika ausgesprochen, um die Migration nach Europa zu steuern. Das Ziel müssten Vereinbarungen sein, mit denen „beide Seiten gewinnen“, sagte Merkel am Dienstag bei einer Diskussionsveranstaltung mit Bürgern in Jena.

„Wir, weil wir nicht alle Flüchtlinge aufnehmen können und wollen. Und die anderen aber auch, weil sie für ihre Jugend Perspektiven sehen.“

Merkel zufolge könnten die afrikanischen Länder die Migranten zurücknehmen, die nicht rechtmäßig nach Europa gekommen seien und kein Asyl bekämen. „Aber wir sind dafür bereit, auch Studienplätze zur Verfügung zu stellen oder Arbeitsvisa zur Verfügung zu stellen“, sagte die Kanzlerin. Auch Ausbildungsplätze in Europa oder in den Herkunftsstaaten der Migranten seien eine Möglichkeit.

Merkel räumte ein, dass es „ziemlich harte Arbeit“ sein werde, solche Vereinbarungen zu schließen. „Denn Afrika hat 53 Länder.“ Die Kanzlerin betonte jedoch die Notwendigkeit solcher Abkommen: „Von Sizilien aus ist Afrika ziemlich nah“ - und die Menschen dort wüssten über ihre Smartphones über das Leben in Europa Bescheid. Europa müsse daher im eigenen Interesse alles tun, „damit sich dieser Kontinent vernünftig entwickelt“, fügte Merkel hinzu.

Merkel äußerte sich auf einem der Bürgerdialoge der Bundesregierung zur Zukunft Europas. Die Fragen der rund 50 Teilnehmer in Jena betrafen aber auch innenpolitische Themen wie die Situation in der Pflege.


Kommentieren