Rohstoffe (Nachmittag) - US-Ölpreis im Verlauf fester

Wien (APA) - Der US-Ölpreis hat am Dienstag im späten europäischen Handel fester gegenüber dem Vortag tendiert. Kurz vor 17.00 Uhr kostete e...

Wien (APA) - Der US-Ölpreis hat am Dienstag im späten europäischen Handel fester gegenüber dem Vortag tendiert. Kurz vor 17.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 68,01 Dollar und damit um 1,21 Prozent mehr als am Montag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 73,48 Dollar gehandelt, ebenfalls um 1,2 Prozent höher als zuletzt.

Marktbeobachter erklärten die Zugewinne mit der leicht verbesserten Stimmung an den Finanzmärkten. Am Vorabend waren die Ölnotierungen kurzzeitig unter Druck geraten, konnten sich aber rasch wieder erholen.

Die OPEC hat ihre Prognose für das Wachstum der globalen Ölnachfrage leicht nach unten und die für den Anstieg des Nicht-OPEC-Angebots leicht nach oben revidiert. In der Folge sinkt der Bedarf an OPEC-Öl im nächsten Jahr auf gut 32 Mio. Barrel pro Tag. Verglichen mit der aktuellen OPEC-Produktion von 32,32 Mio. Barrel ergibt sich daraus ein leichtes Überangebot.

Im weiteren Verlauf dürfte sich das Interesse der Anleger wieder stärker auf die Entwicklung der Ölreserven in den USA richten. Am Abend stehen Lagerdaten des Interessenverbands American Petroleum Institute (API) auf dem Programm.

Am späteren Dienstagnachmittag lag der Goldpreis in London bei 1.198,02 Dollar und damit etwas höher gegenüber dem Schlusskurs von Montag von 1.192,67 Dollar. Am Montag ist der Goldpreis erstmals seit fast eineinhalb Jahren wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 1.200 Dollar gerutscht.

Die Commerzbank-Analysten führten den Preisrückgang im Wesentlichen auf den festen US-Dollar zurück. Noch hat es keine technisch bedingten Anschlussverkäufe gegeben, hieß es weiter. Sollten diese aber noch einsetzen, würde der Goldpreis wohl weiter fallen.

In der Vergangenheit gab es unter 1.200 Dollar aber verstärktes Kaufinteresse, insbesondere in Asien. Dies könnte ein weiteres Abrutschen des Preises verhindern.


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