Suche nach „Endlösung“ - Australischer Senator steht in der Kritik

Melbourne (APA/dpa) - Er sprach von einer „Endlösung für das Einwanderungsproblem“: Mit dieser umstrittenen Äußerung zur Asylpolitik hat ein...

Melbourne (APA/dpa) - Er sprach von einer „Endlösung für das Einwanderungsproblem“: Mit dieser umstrittenen Äußerung zur Asylpolitik hat ein australischer Senator scharfe Kritik ausgelöst.

Die gleiche Sprache wie die Nazis in Bezug auf muslimische Einwanderer in Australien zu nutzen, sei „schäbig, rassistisch, engstirnig und hat keinen Platz in unserer Gesellschaft, geschweige denn in unserem Parlament“, sagte der Chef der australischen Grünen Partei, Richard Di Natale. In der NS-Zeit war im nationalsozialistischen Deutschland von einer „Endlösung in der Judenfrage“ die Rede gewesen.

Fraser Anning, Senator aus Queensland, hatte sich am Dienstag in seiner ersten Rede im Parlament gegen eine weitere Einwanderung von Muslimen nach Australien ausgesprochen und das Wort „Endlösung“ („final solution“) genutzt: „Während nicht alle Muslime Terroristen sind, sind definitiv alle Terroristen Muslime.“ Anning fügte hinzu: „Die Endlösung für das Einwanderungsproblem ist natürlich eine Volksabstimmung.“

Annings Aussagen zur Migration spiegelten nicht die Sicht der Regierung wider, betonte Alan Tudge, Minister für Staatsbürgerschaft und multikulturelle Angelegenheiten: „Wir werden immer ein nicht-diskriminierendes Einwanderungsprogramm beibehalten.“

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