Parteien in Brasilien schreiben Präsidentschaftskandidaten ein

Brasilia (APA/dpa) - Inmitten einer schweren Krise beginnt in Brasilien der Wahlkampf für das höchste Staatsamt. Am (heutigen) Mittwoch läuf...

Brasilia (APA/dpa) - Inmitten einer schweren Krise beginnt in Brasilien der Wahlkampf für das höchste Staatsamt. Am (heutigen) Mittwoch läuft die Frist für die Einschreibung der Präsidentschaftskandidaten ab.

Die Arbeiterpartei (PT) will wieder Luiz Inacio Lula da Silva in das Rennen schicken. Ob der populäre Ex-Präsident bei der Wahl Anfang Oktober allerdings wirklich antreten kann, ist noch unklar. Wegen Korruption sitzt er gerade eine zwölfjährige Haftstrafe ab. Das Oberste Wahlgericht muss bis zum 17. September eine Entscheidung treffen.

Alles hängt davon ab, ob Lula zugelassen wird. Mit rund 30 Prozent in den jüngsten Umfragen ist er der mit Abstand beliebteste Bewerber. Zweitplatzierter ist der ultrarechte Ex-Militär Jair Bolsonaro, der gegen Homosexuelle und Minderheiten zu Felde zieht und die Diktatur verherrlicht.

Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas steckt in einer tiefen Krise: Fast die gesamte politische Klasse des Landes ist in Korruptionsskandale verwickelt, die Wirtschaft läuft nur schleppend, und die Kriminalität nimmt immer weiter zu.


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