Blasmusik mal zwei in Thurn

Die Thurner Musikanten beweisen Kreativität und wollen ein neues Format etablieren.

Gruppenbild der Musikkapelle Bannberg.
© MK Bannberg

Von Christoph Blassnig

Lienz –An nur einem Abend gleich zwei Gastkapellen auftreten zu lassen, das könnte sich in Thurn zu einem Publikumsmagneten entwickeln. Wenn die Veranstaltung „Blasmusik mal 2“ morgen Abend so gut besucht sein wird, wie die Mitglieder der Thurner Musikkapelle es sich wünschen, könnte diese Idee durchaus Schule machen, glaubt Musiker Johannes Nemmert. „Wir sind immer für gute Ideen zu haben und sehen das als Versuch“, so Nemmert. „Wir hoffen sehr, dass die Bevölkerung unser Angebot zahlreich unterstützt.“ Nicht zuletzt seien die benachbarten Sonnendörfer nach Thurn eingeladen. „Wir haben den Termin so gewählt, dass die Gemeindefeste in Oberlienz und Gaimberg nicht konkurrieren.“

Die Infrastruktur für ein größeres Musikfest sei in Thurn vorhanden. „Wir haben einen Pavillon, dazu einen Ausschank und können viele Gäste bekochen.“

Entstanden ist die Idee aufgrund der Tatsache, dass sich die Musikkapellen gegenseitig zu Gastspielen einladen. „Über viele Jahre war es so, dass wir bis zu drei solcher Gastkonzerte in anderen Gemeinden gegeben haben“, führt Nemmert aus. „Thurn hat aber mit dem Helenenkirchtag nur ein Fest im Jahr, zu dem wir einladen konnten.“ Nun treten gleich zwei Kapellen zu Rückspielen auf, und das am selben Abend: jene aus Bannberg und jene aus Huben in Osttirol.

Die Musikkapelle aus Huben in Osttirol.
© MK Huben

Morgen Freitag, 18. August, marschieren beide Klangkörper um 19.45 Uhr in Thurn auf. Die Kapellen spielen nacheinander einen vollen Konzertreigen, Bannberg macht um 20 Uhr den Anfang. Nach dem Auftritt der Hubener unterhält die böhmische Besetzung „Blechlastig“ mit Musikern aus Thurn und Gaimberg noch bis Mitternacht – „böhmisch bis modern, alles, was an Noten aufzutreiben war“, so Nemmert.

Die Thurner seien guter Dinge, dass dieses Konzept aufgehen wird und sich dank einem gewissen Charme als ein Festformat in der Gemeinde etablieren könnte, meint Nemmert. Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im Turnsaal statt.


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