Stumpf-Firma Exyte will bald an die Börse - Finanzkreise

Frankfurt (APA/Reuters) - Der Stuttgarter Anlagenbauer Exyte, die dem österreichischen Milliardär Georg Stumpf gehört, treibt Finanzkreisen ...

Frankfurt (APA/Reuters) - Der Stuttgarter Anlagenbauer Exyte, die dem österreichischen Milliardär Georg Stumpf gehört, treibt Finanzkreisen zufolge seinen bis zu eine Milliarde Euro schweren Börsengang voran. Das bis vor kurzem als M+W Group bekannte Unternehmen strebe bei dem Sprung aufs Parkett eine Bewertung von 2,5 bis 3 Mrd. Euro an, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Stumpf, dem das Unternehmen seit 2009 gehört, wolle bei dem Börsengang Kassa machen und 25 bis 30 Prozent der Aktien auf den Markt werfen. Dem Unternehmen selbst werden wohl keine Erlöse zufließen, neue Aktien würden voraussichtlich nicht ausgegeben. Die Börsenpläne werde Exyte voraussichtlich im September öffentlich machen.

Exyte lehnte eine Stellungnahme ab, von Stumpf war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Gebäudetechnik- und Anlagenbaufirma ist auf Reinraumtechnologien etwa für die Chipindustrie spezialisiert. Daneben baut Exyte unter anderem Datenzentren und ist auch für die Chemie- und Pharmabranche tätig.

Das vom ehemaligen Linde-Chef Wolfgang Büchele geführte Unternehmen zählt 4.800 Beschäftigte. 2017 erwirtschaftete es bei einem Umsatz von 2,4 Mrd. Euro einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von mehr als 100 Mio. Euro. Beim Börsengang könnte Exyte mit dem bis zu 20-Fachen des Ebit bewertet werden, das heuer bei rund 150 Mio. Euro erwartet werde, sagte einer der Insider.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Begleitet wird der Börsengang den Insidern zufolge federführend von der Bank of America und UBS. Für den Verkauf der Aktien seien auch die Commerzbank und Credit Agricole an Bord geholt worden.


Kommentieren