Tennis: ÖTV lässt sich bei ITF-Abstimmung nicht in die Karten blicken

USA/Orlando (Florida) (APA) - Am Donnerstag fällt in Orlando eine der wichtigsten Entscheidungen im Welt-Tennis seit Jahren. Der internation...

USA/Orlando (Florida) (APA) - Am Donnerstag fällt in Orlando eine der wichtigsten Entscheidungen im Welt-Tennis seit Jahren. Der internationale Tennisverband (ITF) hat seine Mitglieder zu einer Abstimmung über eine revolutionäre Reform des Traditionsbewerbs Davis Cup eingeladen. Mit von der Partie ist auch der Österreichische Tennisverband (ÖTV).

Während viele andere Nationen ihre Position offenlegten, lässt sich der ÖTV zu seinem geplanten Voting, das im übrigen anonym erfolgt, nicht in die Karten blicken. „Das Präsidium hat in der Sache Stillschweigen vereinbart“, erklärte der selbst nicht stimmberechtigte ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda am Mittwoch im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur aus Orlando.

Die einzelnen Verbände haben abhängig von Größe und diversen anderen Kriterien verschieden viele Stimmen: Während die vier Grand-Slam-Nationen Australien, Frankreich, Großbritannien und die USA sowie Deutschland über je 12 Stimmen verfügen, folgen danach Länder mit sieben, fünf (darunter Österreich), drei Stimmen oder gar nur einer. Glaubt man diversen, bisher durchgesickerten Voting-Absichten, dann wird die ITF die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit knapp, aber doch erreichen.

Von den größten Verbänden sind Australien und Deutschland, Russland sowie auch Indien gegen die Reform, dafür sind u.a. Frankreich, die USA, Spanien, die USA, die Schweiz oder Argentinien. Offen ist zum Beispiel noch das Voting Großbritanniens. Fast 50 Prozent aus der Stimmen kommen übrigens aus Europa. Die Entscheidung soll am Donnerstag bis ca. 19.30 Uhr MESZ bekannt werden.

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Der Davis Cup soll ab 2019 in der Weltgruppe auf völlig neue Beine gestellt werden. Mit einem Sponsorenpaket in Höhe von 3 Milliarden Dollar, aufgeteilt auf 120 Mio. Dollar auf die nächsten 25 Jahre, möchte die ITF nicht nur die Stars locken, sondern auch in unteren Zonen weit mehr Geld an die Verbände ausschütten. Geplant sind u.a. ein jährliches Davis-Cup-Finale mit 18 Teams (sechs Dreier-Gruppen) an einem Ort. 12 davon qualifizieren sich einer Heim- oder Auswärtspartie in einer Vorrunde im Februar mit 24 Nationen, zusätzlich haben die vier Halbfinalisten des Vorjahres einen Fixplatz und es gibt auch zwei Nationen-Wildcards. Zusätzlich werden beim Finale nur noch zwei Einzel und ein Doppel je Länderkampf und nur noch auf drei Gewinnsätze ausgetragen.


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