Indien will bis 2022 bemannten Weltraumflug ins All starten

Neu-Delhi (APA/AFP) - Indien will in den kommenden vier Jahren einen bemannten Weltraumflug auf den Weg bringen. Das Land werde bis 2022 ein...

Neu-Delhi (APA/AFP) - Indien will in den kommenden vier Jahren einen bemannten Weltraumflug auf den Weg bringen. Das Land werde bis 2022 einen Mann oder einen Frau zusammen mit der Nationalflagge ins All schicken, sagte Indiens Premierminister Narendra Modi am Mittwoch in einer Rede vor Anhängern in Neu Delhi.

Zugleich kündigte der nationalistische Regierungschef die Aufnahme von rund einer halben Milliarde Bürger in die staatliche Krankenversicherung an. In Indien finden Anfang kommenden Jahres Parlamentswahlen statt.

Modi versprach bei seiner Rede anlässlich des indischen Unabhängigkeitstags, sein Land werde nach den USA, Russland und China die vierte Nation sein, die einen Menschen in den Weltraum entsendet. Indien sei ein „schlafender Elefant“, der nun aber erwacht sei. Für Jänner kommenden Jahres hatte die indische Raumfahrtbehörde ISRO bereits die Entsendung einer unbemannten Mission zum Mond angekündigt.

Der Plan für den massiven Ausbau der staatlichen Gesundheitsversorgung werde in den kommenden Monaten veröffentlicht, sagte Modi. Er plant nach eigener Aussage, jährlich medizinische Kosten für rund 500 Millionen Inder von umgerechnet jeweils gut 6.000 Euro durch den Staat zu übernehmen. Die arme Bevölkerung solle dadurch „Zugang zu hochwertiger und bezahlbarer medizinischer Versorgung“ erhalten.

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Der Regierungschef zog bei seiner Rede eine positive Bilanz seiner auf fünf Jahre angelegten Amtszeit. „Indien ist nun das Land der Reform, Leistung und Veränderung“, sagte Modi. „Wir sehen einem Rekord-Wirtschaftswachstum entgegen.“ Indiens jährliches Wirtschaftswachstum lag zuletzt bei rund sieben Prozent.

Die oppositionelle indische Kongresspartei bezeichnete Modis Rede als „hohl“ und bemängelte, der Regierungschef habe keine Antworten auf die drängenden Fragen im Land geliefert. Zumindest in seiner „letzten Rede“ hätte Modi „die Wahrheit sagen“ sollen, erklärte ein Sprecher der Kongresspartei.


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