Europas Leitbörsen könnten zur Eröffnung ansetzen

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach der Ankündigung von Gesprächen zwischen den USA und China dürften die europäischen Leitbörsen am Donn...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach der Ankündigung von Gesprächen zwischen den USA und China dürften die europäischen Leitbörsen am Donnerstag zur Erholung ansetzen. Der Future für den Euro-Stoxx-50 deutet eine Eröffnung von plus 0,39 Prozent an.

Der X-DAX als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Stunde vor dem Start einen Anstieg um 0,44 Prozent auf 12 216 Punkte. In London dürfte der FTSE-100 um 0,39 Prozent höher starten.

Ende August will China eine Delegation zu Gesprächen nach Washington zu schicken, um den zwischen beiden Ländern schwelenden Handelsstreit zu entschärfen. Zudem belastete zuletzt die Angst vor einer Ausweitung der Türkei-Krise auf andere Schwellenländer. In Folge dessen wurden die europäischen Leitbörsen in Mitleidenschaft gezogen.

Unter den Einzelwerten ragten im vorbörslichen Handel Henkel-Papiere mit einem deutlichen Abschlag von mehr als 3 Prozent heraus. Die Düsseldorfer bekommen Gegenwind vom starken Euro und den gestiegenen Rohstoffpreisen und passten ihre Prognose für das Gesamtjahr entsprechend an. Bei unveränderter Wachstumsschätzung erwarten sie für das bereinigte Ergebnis je Aktie nun nur noch einen Anstieg um 3 bis 6 Prozent und nicht mehr wie bisher 5 bis 8 Prozent.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Ihren Status als Anlegerliebling untermauerten dagegen Wirecard mit einer erneuten Prognoseerhöhung. Wegen des anhaltenden Online-Shoppingbooms rechnet das Management des Zahlungsabwicklers nun für das Gesamtjahr mit einem bereinigten operativen Ergebnis zwischen 530 und 560 Millionen Euro - eine erfreuliche Nachricht, auch wenn Analysten bereits mit etwa 555 Millionen Euro kalkulierten.

Wirecard-Papiere hatten jüngst im Zuge ihrer anhaltenden Rekordrally im Börsenwert erstmals die Deutsche Bank überrundet. Nun ging es vorbörslich um mehr als 5 Prozent aufwärts - damit winkt im Xetra-Handel ein weiterer Höchststand.

Im Nebenwertesegment SDAX profitierten HHLA-Aktien von einer Kaufempfehlung der HSBC. Am Dienstag waren die Papiere des Hafenlogistikers nach mit Enttäuschung aufgenommenen Quartalszahlen noch auf ein Sechszehnmonatstief gefallen. Die Bewertung der Aktien nun aber wieder attraktiver, erklärte Analyst Philip Saliba. Zudem stehe mit dem Start der Elbvertiefung ein möglicher Kurstreiber bevor.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA056 2018-08-16/08:26


Kommentieren