Flüchtlingshelfer hoffen auf Klarheit

Nach angekündigtem Stellenabbau in TSD auf 80 Mitarbei-ter findet am 27. August eine Betriebsversammlung statt.

(Symbolfoto)
© APA/HELMUT FOHRINGER

Von Peter Nindler

Innsbruck –Angesichts sinkender Asylwerberzahlen von derzeit 3600 auf geschätzte 1600 Ende 2019 müssen die Strukturen der ausgelagerten Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste/TSD zurückgefahren bzw. angepasst werden. Auch finanziell. Das bedeutet natürlich einen massiven Aderlass beim Personal. Heuer werden bzw. wurden 155 Mitarbeiter gekündigt, 2019 dürften es weitere 40 sein, wie es in einem Beschluss der Landesregierung heißt. Letztlich könnten die TSD Ende 2019 nur noch 80 Mitarbeiter haben. Das Land rechnet mit 2,5 Mio. Euro für den bereits im Vorjahr geschnürten Sozialplan.

Dieser steht auch im Mittel­punkt einer gestern kundgemachten Betriebsversammlung in der Flüchtlingsgesellschaft. „Sie wird am 27. August stattfinden“, sagt Betriebsratsvorsitzender Harald Gheri gegenüber der TT. Informationen über den Sozialplan und Aufklärung über die Neuausrichtung stehen im Vordergrund. „Und von der Geschäftsführung erwarten wir uns auch Informationen, wie die Vorgangsweise beim Stellenabbau sein wird“, betont Gheri. Natürlich werde man um jeden Mitarbeiter kämpfen. „Aber wir wissen gleichzeitig, dass der Stellenabbau leider unvermeidlich ist, wenn die TSD in Zukunft auf finanziell gesunden Beinen stehen sollen.“ Härten sollen allerdings vermieden werden. Hier arbeitet der Betriebsrat eng mit der Gewerkschaft zusammen.

Die Gesprächsbasis mit der zuständigen Landesrätin Gabriele Fischer (Grüne) bezeichnet der Betriebsratsvorsitzende als gut, die innerbetriebliche Kommunikation seit Jahren jedoch schlecht. Man habe immer aus den Medien erfahren, was geplant sei. „Außerdem hätte man schon viel früher mit strukturellen und personellen Maßnahmen auf den sich abzeichnenden Rückgang an zu betreuenden Flüchtlingen reagieren müssen“, ortet Gher­i Versäumniss­e. Jetzt gehe es aber um eine offene und ehrliche Kommunikation, um die Mitarbeiter in der schwierigen Situation nicht im Unklaren zu lassen.

Das fordert auch das Land von TSD-Geschäftsführer Haral­d Bachmeier. Bei der Betriebsversammlung hat er daz­u Gelegenheit.

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