Zürcher Börse schließt fester

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von den Verlusten der Vortage erholt. Nachdem der Leitindex SMI bere...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von den Verlusten der Vortage erholt. Nachdem der Leitindex SMI bereits am Morgen einen ersten Anlauf in Richtung 9000-Punkt-Marke versucht hatte, glückte die zeitweise Rückeroberung jedoch erst im späten Handel mit Rückenwind eines festeren Euro. Diese Schwelle war am Mittwoch klar unterschritten worden.

Zudem kam Unterstützung von einer freundlichen Wall Street. Gestützt wurde das Börsensentiment einerseits von einer Gesprächsankündigung zwischen China und den USA und andererseits von der leichten Erholung der türkischen Lira.

Zur Entschärfung des schwelenden Handelsstreits mit den USA hat China angekündigt, Ende August eine Delegation zu Gesprächen nach Washington zu schicken - dies auf Einladung der US-Seite. Nach den zuletzt mehrheitlich negativen Nachrichten sei dies zumindest wieder einmal ein Lichtblick, hieß es im Handel. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Während weiter fallende Erstanträge einen robusten Arbeitsmarkt signalisierten, ging der Geschäftsklimaindex der Region Philadelphia überraschend zurück.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,80 Prozent fester auf 8.997,72 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,85 Prozent auf 1.468,17 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,75 Prozent auf 10.718,33 Punkte. Von den 30 größten Titeln schlossen bis auf drei alle mit Aufschlägen. Die Entspannung schlug sich auch in einem tieferen Wert beim Volatilitätsindex VSMI nieder, der wieder deutlich zurückkam.

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Die größten Aufschläge unter den Blue Chips zeigten insbesondere Aktien von Zyklikern. Größter Gewinner war Sika (+2,2 Prozent), gefolgt von Logitech (+1,6 Prozent). In einer Spanne von +1,3 bis +1,4 Prozent bewegten sich die Kursgewinne bei Partners Group, Schindler, Geberit, Richemont und Vifor Pharma. Bei letzteren hat Baader Helvea das Kursziel angehoben.

Unter den Werten mit +1,0 Prozent und mehr finden sich auch ABB, Adecco, Kühne+Nagel oder LafargeHolcim. Aufgrund des hohen Umsatzanteils in Euro, reagieren diese Titel oft auf Währungsveränderungen. Die Pharmaschwergewichte Roche (+0,8 Prozent) und Novartis (+1,1 Prozent) stützten den SMI ebenfalls, während Nestle (+0,4 Prozent) im unteren Bereich der Liste zu finden waren. Nach Halbjahreszahlen klar tiefer schlossen Swisscom (-1,2 Prozent). Als Grund für die Kursschwäche wurden die eher verhaltenen Aussagen des CEO zur weiteren Entwicklung in Italien ausgemacht. Denn sowohl beim Umsatz, als auch auf den Stufen EBITDA, EBIT und Reingewinn hatte das Unternehmen die Konsensschätzungen übertroffen.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA400 2018-08-16/18:08


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