Aktivisten: Proteste gegen Stromabschaltung in Venezuela aufgelöst

Caracas (APA/AFP) - In Venezuela hat das Militär laut Menschenrechtlern gewaltsam eine Demonstration gegen abgeschalteten Strom aufgelöst. D...

Caracas (APA/AFP) - In Venezuela hat das Militär laut Menschenrechtlern gewaltsam eine Demonstration gegen abgeschalteten Strom aufgelöst. Die Nationalgarde habe am Donnerstagabend in Caracas Tränengas eingesetzt, teilte die Menschenrechtsorganisation Observatorio Venezolano de Conflictividad Social (OVCS) mit.

Zudem hätten die Streitkräfte die Handys der Demonstranten „gestohlen“. Der oppositionelle Aktivist Carlos Julios Rojas erklärte, der Strom sei bereits seit mehr als 24 Stunden abgeschaltet.

„Wir wollen Licht!“, skandierte die Menschenmenge nahe des Präsidentenpalasts Miraflores, wie von der Lokalpresse verbreitete Videos zeigten. Die Demonstranten zündeten Reifen an und schlugen lautstark auf Töpfe. Die Regierung löse keine Probleme, stattdessen unterdrücke und inhaftiere sie Menschen, beklagte der Oppositionsabgeordnete Juan Guaido auf Twitter und verurteilte das Vorgehen des Militärs.

In Venezuela wird der Strom immer wieder abgeschaltet. Die Regierung spricht von „Sabotage“, während Experten die mangelhafte Wartung der Anlagen verantwortlich machen.

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Venezuela steckt infolge von Ölpreisverfall und Misswirtschaft in einer tiefen Wirtschafts- und Staatskrise. Die Hyperinflation, Knappheit bei Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie Engpässe bei der Strom- und Wasserversorgung machen vielen Venezolanern zu schaffen. Die Opposition macht den linken Präsidenten Nicola Maduro für die Krise verantwortlich.


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