Neues Konzept für Nightliner

Die SPÖ präsentiert Zusatzverbindungen fürs Zillertal. Deren Kosten sind unbekannt.

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Von Angela Dähling

Mayrhofen, Jenbach –Er kommt nicht in die Gänge, der geplante Nightliner ins Zillertal. Die Junge Generation der SPÖ (JG) setzt sich seit einigen Jahren für die Verwirklichung ein. Einstimmig wurde auch ein Antrag dazu im Landtag im Mai 2017 beschlossen. Doch während sich die Landespolitiker offenbar einig waren, waren es die Zillertaler wegen der Mitfinanzierung nicht. Wie berichtet, meinte Planungsverbandsobmann BM Hansjörg Jäger: „Es ist nicht meine Aufgabe, die Besoffenen durchs Tal zu kutschieren.“ Eine Buslinie nur am Wochenende sei für ihn zu wenig, das Konzept sei nicht ausgereift. Zudem gab es die Idee, anstatt eines Nightliners einen Taxidienst einzurichten.

Robert Palaver von der JG präsentiert nun ein Konzept, das laut ihm vor allem für die Pendler in der Früh und am Abend Vorteile bringen würde. „Ausgearbeitet wurde es in Zusammenarbeit mit den Zillertaler Verkehrsbetrieben. Laut ihnen wäre die Umsetzung so möglich“, ergänzt SP-Bezirksvorsitzende Elisabeth Fleischanderl. Demnach würde die erste Verbindung Jenbach – Mayrhofen um 20 Minuten auf 5.50 Uhr vorverlegt werden, so dass die Ankunftszeit in Mayrhofen um 6.44 Uhr wäre. „Das wäre für viele wichtig, die um 7 Uhr anfangen zu arbeiten“, meint Palaver. Eine schnelle Frühverbindung, bei der nur an großen Bahnhöfen gehalten wird, könnte um 5.10 Uhr mit Ankunft 5.52 Uhr eingeführt werden. Talauswärts lautet der Vorschlag: Abfahrt Mayrhofen 4.55 Uhr, Ankunft Jenbach 5.45 Uhr. Am Abend wäre täglich ein Zusatzbus ab 21.10 Uhr in Mayrhofen im Einsatz, der um 22 Uhr in Jenbach ankäme und dann erneut ins Tal fährt (Ankunft Mayrhofen 23.05 Uhr). Für Freitag und Samstag wäre ein weiterer Bus ab 22.10 Uhr in Mayrhofen der Plan, welcher nach Jenbach (Ankunft 23 Uhr) und wieder nach Mayr­hofen (Ankunft 0.05 Uhr) fährt. Auch eine Nightliner-Variante fürs Wochenende, der um 0.10 Uhr und 2.35 Uhr ab Mayrhofen und um 1.35 und 3.35 ab Jenbach fährt, liegt nun vor.

„Wir fordern den VVT und die Landesregierung auf, unser Konzept zu prüfen“, sagt Palaver. Welche Kosten durch die Zusatzverbindugen entstünden und was die Gemeinden zahlen müssten, weiß er allerdings nicht.

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