Top-Rating für das Land Tirol

Ratingagentur Standard & Poor’s lobt Budgetpolitik, niedrigen Schuldenstand und starke Wirtschaftsdaten. Rating bleibt bei AA+.

(Symbolfoto)
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Innsbruck –Es ist wie ein Zeugnis für die Finanzpolitik: Alljährlich wird die finanzielle Situation des Landes von den renommierten Finanzexperten der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) bewertet. Die Einstufung hängt auch von der Bewertung der Bundesfinanzen ab. Einmal mehr wurde das Land mit der zweitbesten Bonität ausgezeichnet: AA+ – mehr ist wegen des Bundes nicht möglich. Überzeugend ist für Standard & Poor’s vor allem die starke budgetäre Performance des Landes Tirol wie auch der besonders niedrige Schuldenstand. Zudem werden auch die starken Wirtschaftsdaten hervorgehoben.

Bereits seit 2012 bilanziert Tirol ausgeglichen, mit Budgetpfaden versucht die Landesregierung die Ausgaben im 3,8 Milliarden Euro schweren Haushalt zu bremsen. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist mit 360 Euro die geringste aller Bundesländer. Der Schuldenstand hat sich überdies um 370.000 Euro auf 270 Mio. Euro verringert. Die Haftungen für die langeseigene Hypo Tirol Bank wurden um 1,7 Milliarden Euro abgebaut, übrig bleiben jetzt nur noch die unbefristeten Hypo-Haftungen von rund 211 Millionen Euro. Mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent im Vorjahr und 3,1 Prozent im heurigen Jahr brummt auch der Tiroler Wirtschaftsmotor.

„Tirol kann sich im Bundesländervergleich absolut behaupten und hält mit dem Rating AA+ die Spitzenbewertung des Vorjahres. Damit sind wir weiterhin eine der finanzpolitischen Vorzeigeregionen Europas“, ist Finanzreferent und Landeshauptmann Günther Platter sehr zufrieden. Auch mit den Wirtschaftsinitiativen. „Das von der Landesregierung beschlossene Impulspaket in Höhe von 135 Millionen Euro ist nach wie vor ein Turbo für die Wirtschaft.“ Durch eine über Jahrzehnte umsichtige Finanzpolitik habe das Land die Möglichkeit, derartige Pakete abzuschließen, während andere Bundesländer ihre Schulden begleichen müssten.

Trotzdem verweist der Landeshauptmann auf die finanziellen Herausforderungen für die kommenden Jahre. „So tragen wir den Beschluss des Bundes mit, den Pflegeregress abzuschaffen. Dass dies Auswirkungen auf die Finanzpolitik des Landes hat, liegt auf der Hand.“ Gleichzeitig dürfte die beabsichtigte Senkung der Steuerquote auf 40 Prozent ab 2020 zu Mindereinnahmen im Landeshaushalt von rund 50 Mio. Euro führen. Das Nulldefizit bleibt allerdings Platters Vorgabe. „Mein Ziel ist es, Tirol weiterhin an der Spitze Österreichs zu halten und unseren Kindern keinen Schuldenrucksack für die Zukunft zu überlassen.“ (pn)

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