Die schnellsten Bergläufer sprinten zum Simonysee

Zum vierten Mal findet in einer Woche der Extremberglauf von Prägraten zum Simonysee oberhalb der Essener Rostocker Hütte statt.

© Anton Weiskopf

Von Christoph Blassnig

Prägraten a. G. –In nur vier Jahren hat sich der Simonyseeberglauf zu einem Fixpunkt im Rennkalender von Bergläufern entwickelt. Die Strecke führt über 6,6 Kilometer und 980 Höhenmeter vom Parkplatz Ströden aus vorbei an der Essener Rostocker Hütte auf 2208 Metern Seehöhe bis zum Simonysee auf 2361 Metern. Eine zusätzliche Sprintwertung läuft von der Wasserfassung Keesriegel bis zur Hütte.

Im Jahr 2014 haben fünf Männer um Werner Rainer den Verein Neo Diesel Osttirol begründet, dem Rainer seither vorsteht. Dieses Team organisiert das Rennen, das die besten Bergläufer Österreichs am Samstag, 25. August, über das schmale und steinige Maurertal bei Prägraten in die Höhe führen wird. Inzwischen folgen auch Sportler aus anderen Nationen dem Ruf aus den Hohen Tauern.

„Wir sind im ersten Jahr mit 74 Teilnehmern gestartet und haben eine Obergrenze von 150 Läufern eingezogen, die wir auch heuer wieder erreichen werden“, berichtet Werner Rainer. Etwa zwei Dutzend Plätze seien noch frei. Eine Nennung ist über das Internet oder direkt beim Start möglich.

Den Rekord hält der österreichische Staatsmeister im Berglauf, Manuel Innerhofer, der auch heuer wieder startet. Für die gesamte Wegstrecke hat Innerhofer nur 46 Minuten und 27 Sekunden benötigt. Zum Vergleich: Für Wanderer ist schon der Weg von der Essener Rostocker Hütte bis zum Simonysee über 150 Höhenmeter mit einer Dreiviertelstunde Gehzeit ausgeschrieben. 30 Sportler benötigten im letzten Jahr weniger als eine Stunde für den Bewerb. Lokalmatadore wie Martin Islitzer und Martin Weiskopf, beide Skibergsteiger, nehmen wieder teil. Weiskopf war bis zum letzten Jahr im österreichischen Nationalteam der Skibergsteiger.

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Der jüngste Läufer, der das Rennen im letzten Jahr bestritten hat und dabei nicht Letzter wurde, war Felix Hatzer – im Alter von acht Jahren. Seine Zeit: eine Stunde, 39 Minuten und 52 Sekunden. Felix war gemeinsam mit seinem Vater Sieghard unterwegs, einem Bergführer aus Prägraten.

Der Lauf wird in zwei Klassen gewertet: Hobbyläufer und Profis. Alle starten um 10 Uhr gemeinsam am Parkplatz Ströden. In der Hobbyklasse geht es für die Teilnehmer darum, der Mittelzeit am nächsten zu kommen. Dem Rennpublikum empfiehlt Werner Rainer die Siegerehrung, die um 14 Uhr auf der Essener Rostocker Hütte geplant ist.


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