Europas Leitbörsen zu Mittag überwiegend leichter

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag zu Mittag überwiegend leichter tendiert. Der 50 führende Unternehme...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag zu Mittag überwiegend leichter tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel 0,29 Prozent auf 3.367,92 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.00 Uhr mit 12.196,50 Punkten und minus 0,33 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gab um 0,11 Prozent nach und steht nun bei 7.548,19 Stellen.

Die starken Übersee-Vorgaben haben den europäischen Indizes bis dato nicht den erhofften Auftrieb verliehen. Gute Unternehmenszahlen und Entspannungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und China hatten den Dow Jones am Vortag zurück in Richtung seines Halbjahreshochs getrieben.

Konjunkturnachrichten aus Europa lieferten kaum Impulse: Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone ist im Juli laut Eurostat auf 2,1 Prozent leicht gestiegen, gegenüber 2,0 Prozent im Juni 2018. In der EU lag die Teuerung bei 2,2 Prozent, gegenüber 2,1 Prozent im Juni.

Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im Juni weiter gesunken, wurde ferner bekannt. Er fiel saisonbereinigt von korrigiert 24,4 (zunächst 22,4) Mrd. Euro im Vormonat auf 23,5 Mrd. Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte.

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Am Nachmittag wird sich der Blick der Anleger wohl auf die Verbraucherumfrage der Universität Michigan sowie auf den Index der Frühindikatoren des Conference Boards richten.

Enttäuschende Geschäftsausblicke des Grafikkarten-Spezialisten Nvidia und des Halbleiterindustrie-Ausrüsters Applied Materials haben Tech-Aktien belastet. Die Ausblicke hätten die schwelenden Sorgen genährt, dass der Chipboom seinen Höhepunkt erreicht habe, erklärte ein Händler. Die Aktien des Chipindustrieausrüsters ASML fielen um 1,2 Prozent. In Frankfurt knickten die Papiere von Infineon um 1,7 Prozent ein.

Auch einige Bankwerte im Euro-Stoxx-50 fanden sich auf den Verkaufslisten der Anleger. So lagen Intesa SanPaolo zu Mittag 1,4 Prozent im Minus und Deutsche Bank gaben um 1,2 Prozent nach. BNP Paribas und BBVA schwächten sich jeweils um rund ein Prozent ab.

In Kopenhagen zogen Moeller-Maersk deutliche 3,7 Prozent nach oben. Die weltgrößte Containerschiff-Reederei verabschiedet sich endgültig vom Öl- und Gasgeschäft. Nachdem der Konzern bereits 2017 einen Großteil der Sparte an den französischen Energieriesen Total verkauft hat, soll nun das noch verbliebene Bohrgeschäft abgespalten und im kommenden Jahr an die Börse in Kopenhagen gebracht werden.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA198 2018-08-17/12:06


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