Fußball: Frauen-Liga startet mit Bewerbsponsor und Elan in die Saison

Wien (APA) - Vieles ist neu zum Saisonstart der Frauen-Fußball-Bundesliga am Samstag. Erstmals hat die Liga mit dem Vorarlberger Unternehmen...

Wien (APA) - Vieles ist neu zum Saisonstart der Frauen-Fußball-Bundesliga am Samstag. Erstmals hat die Liga mit dem Vorarlberger Unternehmen Planet Pure einen Bewerbsponsor, und erstmals gibt es zum Saisonauftakt ein TV-Livespiel. Die Partie zwischen Sturm Graz und Serienmeister SKN St. Pölten (17.00 Uhr) wird live von ORF Sport + übertragen.

Das Spiel ist damit eines von mindestens zehn Saisonspielen aus Liga und Cup, das im ORF TV-Präsenz bekommt. Für ÖFB-Präsident Leo Windtner sind beide Neuerungen ein indirektes Resultat des Halbfinaleinzugs des Frauen-Nationalteams bei der EM im vergangenen Sommer. „Man kann sagen, die Erfolge des Vorjahres haben neue Möglichkeiten geschaffen“, sagte Windtner am Freitag bei einer Pressekonferenz zum Saisonauftakt. Vor allem der Vertrag mit Planet Pure über vier Saisonen sei bemerkenswert.

„Das sollte ein Meilenstein auch im Clubfußball sein. Der überwiegende Nutznießer werden die Clubs sein“, meinte der ÖFB-Präsident. Insgesamt hat das Sponsoring jährlich ein sechsstelliges Volumen, jeder einzelne Club bekommt zumindest einen fünfstelligen Betrag. Windtner erhofft sich eine „verstärkte Professionalität und eine Qualitätssteigerung“ und vor allem einen langfristigen Effekt. „Ziel muss es sein, die Strukturen tragfähig und vor allem auch international konkurrenzfähig zu machen“, sagte der Oberösterreicher.

Sportlich wäre alles andere als eine Titelverteidigung von Serienmeister St. Pölten eine große Überraschung. „Wir werden es wie jedes Jahr angehen und versuchen uns weiterzuentwickeln und unser Spiel zu adaptieren. Wir werden uns jeden Punkt wieder hart erkämpfen müssen“, sagte St.-Pölten-Kapitänin Jasmin Eder. Erster Herausforderer ist Vizemeister USC Landhaus/Austria Wien. „Wir wollen alles daran setzen, die Lücke zu schließen, auch wenn der Meister sehr stark ist“, sagte Kapitänin Martina Mädl.

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Auch Sturm Graz, das im Frühjahr eine knapp vierjährige Siegesserie von St. Pölten beendete und die Saison auf Platz drei beendete, ist nicht zu unterschätzen. Wie lange die Frauen-Bundesliga noch als Zehnerliga gespielt wird, ist unklar. Zuletzt tauchte die Idee auf, die Liga auf acht Mannschaften zu verringern. „Man wird darüber sicherlich sehr intensiv nachdenken müssen, inwieweit das Zehnerformat zu einer Qualitätssteigerung beitragen kann“, sagte Windtner dazu.


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