Merkel fordert Ende regionaler Konflikte auf dem Westbalkan

Berlin/Podgorica (APA/dpa) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat als Voraussetzung für einen EU-Beitritt der Länder des Westbalkans die...

Berlin/Podgorica (APA/dpa) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat als Voraussetzung für einen EU-Beitritt der Länder des Westbalkans die Beilegung aller regionalen Konflikte gefordert. Voraussetzung sei auch die territoriale Integrität aller Staaten der Region, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem Regierungschef Montenegros, Dusko Markovic, am Freitag in Berlin.

Für den kleinen Adriastaat nannte sie den Kampf gegen Korruption, für Rechtsstaatlichkeit und freien Journalismus vordringlich. Deutschland biete Montenegro dafür Unterstützung an.

Bei dem Treffen im Kanzleramt in Berlin ging es auch um den Stand der seit 2010 laufenden EU-Beitrittsverhandlungen mit Montenegro. Die Gespräche hätten einen „hohen Grad der Konkretion“ erreicht, sagte Merkel. Sie sprach sich auch für einen Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem NATO-Land aus und nannte dafür vor allem den Bereich der erneuerbaren Energien.

Markovic bezeichnete Deutschland als „Schlüsselpartner für die gesamte Region“ und warb für mehr deutsche Investitionen in seiner Heimat. Beim Kampf gegen die organisierte Kriminalität und Korruption versprach er zusätzliche Anstrengungen. Merkel habe dazu die Hilfe deutscher Experten zugesagt.

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