Europas Leitbörsen schließen mehrheitlich etwas schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag mehrheitlich etwas schwächer aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-5...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag mehrheitlich etwas schwächer aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 fiel leicht um 0,14 Prozent auf 3.372,94 Zähler.

Nach einer leichten Stabilisierung am Vortag ging es vor dem Wochenende an den meisten europäischen Märkten wieder etwas bergab. Am Donnerstag hatte noch die Aussicht auf eine mögliche Annäherung der USA und China in ihrem Handelsstreit die Börsen weltweit gestützt.

Nach mehreren Tagen der Erholung hat die türkische Landeswährung Lira am Freitag wieder stark an Wert verloren. Neue Drohungen aus den USA sorgen für Verunsicherung.

Die Türkei-Krise hatte zuletzt vor allem die Banken wegen ihrer Geschäftsbeziehungen in das Land unter Druck gebracht, Rohstoff- und Autowerte fielen aus Sorge vor einer sinkenden Nachfrage. Diese Branchen notierten vor dem Wochenende erneut schwächer. Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 büßten ING Groep 1,15 Prozent ein und Deutsche Bank verloren 1,26 Prozent.

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Deutlich erwischte es im europäischen Branchenvergleich auch Technologie-Aktien. Hier belasteten enttäuschende Geschäftsausblicke des Grafikkarten-Spezialisten Nvidia und des Halbleiterindustrie-Ausrüsters Applied Materials. Aktien des Chipindustrieausrüsters ASML Holding büßten 1,28 Prozent ein. In Frankfurt gaben Infineon um 1,26 Prozent nach.

Nach ihrem Kurseinbruch um mehr als ein Fünftel erholten sich in Italien die Papiere des Mautstraßenbetreibers Atlantia um 5,7 Prozent. Das Unternehmen ringt nach dem Brückeneinsturz in Genua um seine Betreiberlizenz.

Papiere des französischen Wettbewerbers Vinci gewannen um 0,86 Prozent. Vinci soll Medienberichten zufolge zu einem Bieterkonsortium für den Anteil des französischen Staats am Pariser Flughafenbetreiber gehören - Papiere von Aeroports de Paris zogen um 1,2 Prozent an.

Erfreut reagierten die Anleger auf die Ankündigung der Reederei Moeller-Maersk, den Bohranlagenbetreiber Maersk Drilling im kommenden Jahr separat an die Börse in Kopenhagen zu bringen. Die Aktie legte 1,8 Prozent zu, wenngleich das Zahlenwerk zum zweiten Quartal enttäuschend ausfiel.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA393 2018-08-17/18:17


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