Zürcher Börse schließt nur wenig verändert

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Freitag insgesamt kaum bewegt und damit die Woche im Minus beendet. Die frühen ...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Freitag insgesamt kaum bewegt und damit die Woche im Minus beendet. Die frühen Gewinne begannen gegen Mittag des kleinen Verfalltermins abzubröckeln und bald unterschritt der Leitindex SMI auch die Marke von 9.000 Punkten wieder. Erst zum Handelsende rutschte er wieder knapp darüber.

Das Thema globaler Handelsstreit stand zwar vor dem Wochenende nicht ganz oben auf der Tagesordnung, die Türkei-Krise blieb aber omnipräsent und hielt die Investoren vor allzu riskanten Manövern ab.

Am Vortag hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) die von einer Währungskrise gebeutelte Türkei zu einer stabilen Wirtschaftspolitik gemahnt, und die USA haben mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte der unter Hausarrest stehende US-Pastor nicht schnell freikommen. Ein Gericht in Izmir hat allerdings am Berichtstag dessen Freilassung erneut abgelehnt und die türkische Lira ist ob dieser Entwicklung wieder unter Druck geraten.

Der Swiss Market Index (SMI) legte schließlich um 0,07 Prozent auf 9.003,91 Punkte knapp zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,03 Prozent auf 10.721,58 Punkte noch knapper. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) büßte am Berichtstag 0,15 Prozent auf 1.465,95 Punkte ein. Von den 30 größten Titeln schlossen zwei Drittel im Minus.

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Im Fokus standen zum Wochenschluss Schindler, welche nach dem Halbjahresergebnis mit einem Plus von 1,2 Prozent am besten abschlossen. Der Lift- und Rolltreppenbauer hat mit den Halbjahreszahlen die Analystenerwartungen übertroffen und die Wachstumsprognose angehoben. Der Schritt kommt nicht völlig unerwartet, dürfte aber zusammen mit den Zahlen zu Anhebungen bei den Schätzungen führen. Schindler habe die Dynamik des ersten Quartals aufrechterhalten und den Konsens übertroffen, so der Tenor.

Gestützt wurde der Gesamtmarkt insbesondere von den Novartis (+0,9 Prozent), während die anderen beiden der „großen drei“, Roche und Nestlé, jeweils um moderate 0,3 Prozent anzogen. Diese Titel bestätigten damit einmal mehr ihren defensiven Charakter bei nervöser Stimmung im Handel.

Die große Mehrheit der Titel gab dagegen nach, allen voran LafargeHolcim (-1,9 Prozent), belastet von einer Bankeinschätzung. Die britische Großbank HSBC hat das Rating für die Aktien des Zementherstellers auf „Reduce“ von bisher „Hold“ heruntergestuft und das Kursziel deutlich gesenkt. Die Analysten begründeten dies mit einer anhaltenden Schwäche in den wichtigen Schwellenländern sowie einem geringeren Beitrag aus dem Nordamerikageschäft.

Angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Türkei büßten auch die beiden Großbanken CS (-1,0 Prozent) und UBS (-0,8 Prozent) klar an Wert ein. Deutlichere Abgaben verzeichneten zudem Titel wie Vifor Pharma (-1,4 Prozent), Swiss Life (-0,7 Prozent) oder Swisscom (-0,8 Prozent). In der Schlussgruppe waren Swiss Re (-0,9 Prozent) zu finden. Der Einsturz der Autobahnbrücke in Genua könnte den Rückversicherer teuer zu stehen kommen, denn er ist einer der Hauptversicherer der italienischen Betreibergesellschaft der Autobahn „Autostrade per l‘Italia“.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA404 2018-08-17/18:32


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