USA verhängten Sanktionen gegen Militärs in Myanmar

Washington (APA/Reuters) - Die USA haben Sanktionen gegen vier Militär- und Polizeikommandanten sowie zwei Armeeeinheiten in Myanmar verhäng...

Washington (APA/Reuters) - Die USA haben Sanktionen gegen vier Militär- und Polizeikommandanten sowie zwei Armeeeinheiten in Myanmar verhängt. Grund dafür sei die Beteiligung an „ethnischen Säuberungen“ und anderen Menschenrechtsverletzungen gegen die Minderheit der Rohingya-Muslime, teilte das Finanzministerium am Freitag in Washington mit. Die Sanktionen sind die bisher härtesten US-Maßnahmen gegen das Vorgehen Myanmars.

„Die burmesischen Sicherheitskräfte haben gewalttätige Kampagnen gegen ethnische Minderheiten in ganz Burma durchgeführt, darunter ethnische Säuberungen, Massaker, sexuelle Übergriffe, außergerichtliche Tötungen und andere schwere Menschenrechtsverletzungen“, begründete Staatssekretär Sigal Mandelker das Vorgehen, wobei er den früheren Namen des Landes verwendete. Ziel sei es, diejenigen, „die für solch großes menschliches Leid verantwortlich sind, zur Rechenschaft zu ziehen“.

Allerdings zielen die US-Strafen nicht auf die höchsten Ebenen des Militärs ab. Auch wird das Vorgehen gegen die Rohingya nicht als Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Völkermord bezeichnet.

Seit August 2017 sind etwa 700.000 Rohingya aus Myanmar in das benachbarte Bangladesch geflohen. Viele berichten nach Darstellung von UNO- und Hilfsorganisationen von Ermordungen, Vergewaltigungen und Brandstiftungen in großem Umfang.


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