„Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ - Eine Chronologie

Wien/Prag (APA) - In der Tschechoslowakei gipfelten die Bemühungen um eine Liberalisierung und Demokratisierung des Sozialismus 1968 im „Pra...

Wien/Prag (APA) - In der Tschechoslowakei gipfelten die Bemühungen um eine Liberalisierung und Demokratisierung des Sozialismus 1968 im „Prager Frühling“. Doch die Staaten des Warschauer Pakts bereiteten diesen Plänen mit ihrem Einmarsch am 20. August ein abruptes Ende. Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse:

5. Jänner 1968: Alexander Dubcek wird Generalsekretär der kommunistischen Partei der Tschechoslowakei. Er propagiert einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ und wird zur Symbolfigur des Prager Frühlings. Politische und wirtschaftliche Reformen werden eingeleitet.

22. März: Antonin Novotny wird zum Rücktritt als Staatspräsident gezwungen, der ehemalige General Ludvik Svoboda wird sein Nachfolger. Es entsteht die Parole „Dubcek-Svoboda, to je nase obroda“ („Dubcek-Svoboda, das ist unsere Erneuerung“)

23. Juli: Beginn von Manövern in der UdSSR, später in Polen, der DDR und Ungarn.

20. August: Der Prager Frühling wird von Warschauer-Pakt-Truppen gewaltsam beendet. Rund 700.000 Soldaten aus der Sowjetunion, Polen, Ungarn und Bulgarien besetzen die Tschechoslowakei. Die politische Führung um Dubcek wird gefangen genommen und später nach Moskau geflogen.

26. August: Die CSSR unterzeichnet das „Moskauer Protokoll“, das unter anderem die Rücknahme der Reformen, Wiedereinführung der Zensur und Stationierung sowjetischer Truppen in der CSSR festlegt.


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