„Ludmilla“ speist 450 Haushalte

Umhausen, Niederthai – Seit 1890 prägt die „Alte Dorfschmiede“ im idyllischen Ötztaler Plateaudorf das Ortsbild. Der Amboss von Günther Falk...

© Daum

Umhausen, Niederthai –Seit 1890 prägt die „Alte Dorfschmiede“ im idyllischen Ötztaler Plateaudorf das Ortsbild. Der Amboss von Günther Falkners Urgroßvater wurde noch mechanisch mit dem Wasser des Horlachbaches angetrieben. Bereits 1940 entstand ein kleines Kraftwerk und nun realisierte Günther Falkner – Schmiedebetreiber in vierter Generation – ein großes. Am Wochenende war die offizielle Eröffnung.

„Seit zehn Jahren beschäftigt mich die Errichtung dieses Kraftwerkes, nun sind wir stolz, es heute zu feiern und zu segnen“, erzählt Falkner der Besucherschar. „Ludmilla“ – so heißt die Turbine im Krafthaus – produziert allerdings schon ein Jahr lang elektrische Energie. Voll elektronisch gesteuert und überwacht, versteht sich. Mit der Ausbauleistung von 380 KWh können laut Betreiber 450 Haushalte versorgt werden, der Strom wird ins Netz der Tiwag eingespeist.

„Die Investitionssumme war 1,7 Millionen Euro“, präzisiert Falkner, Geschäftsführer und 60-Prozent-Teilhaber, „das Wasserrecht mussten wir neu verhandeln. 2015 bekamen wir die Bewilligung, in den darauffolgenden Jahren wurde dann gebaut.“ Mit „wir“ meint der Geschäftsführer die Mitinvestoren Elmar Fiegl (17,5 %), Gerold Walder (17,5 %) und die Gemeinde Umhausen (5 %). Über schwarze Zahlen könne man allerdings erst in über 20 Jahren sprechen.

Rund ein Viertel des in Tirol verbrauchten Stromes wird mittlerweile von Kleinwasserkraftwerken (bis 10 MW Spitzenleistung) erzeugt. 890 Anlagen, davon 46 im Bezirk Landeck, 62 in Reutte und 84 in Imst, produzieren 1600 Gigawattstunden/Jahr. (huda)

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