St. Pölten entführte drei Punkte, Wacker vor dem Tor mit Pech

Dritte Niederlage im vierten Spiel: Der FC Wacker Innsbruck musste sich am Samstag unglücklich dem SKN St. Pölten 0:2 geschlagen geben.

St. Pöltens Issiaka Ouedraogo wurde von den Wacker-Kickern Albert Vallci und Ilkay Durmus in die Mangel genommen.
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Innsbruck - Für den FC Wacker Innsbruck lief es auch im zweiten Heimspiel der noch jungen Bundesliga-Saison nicht nach Wunsch. Die Tiroler mussten sich am Samstag im Tivoli vor 4200 Zuschauern trotz klarem Chancenplus dem SKN St. Pölten 0:2 geschlagen geben. Rene Gartler erzielte bereits in der 11. Minute die Führung, in der 94. Minute setzte Daniel Schütz den Schlusspunkt.

Die Niederösterreicher, die überraschend als Tabellenzweiter nach Innsbruck gereist waren, übernahmen von Beginn weg das Kommando. Mit einer guten Ordnung in der Defensive und Nadelstichen in der Offensive von Gartler, Ouedraogo und Co. machte die Elf von Trainer Didi Kühbauer den Gastgebern das Leben schwer und ging verdient mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Gelb statt Elfmeterpfiff

Erst nach dem Seitenwechsel nahmen die Schwarz-Grünen Fahrt auf und hatten nach 57 Minuten Pech. Ein klares Foul von Drescher an Startelf-Debütant Cheikou Dieng wertete Schiedsrichter Alexander Harkam als Schwalbe. Statt Strafstoß gab es Gelb für den Wacker-Flügelspieler.

Ilkay Durmus traf mit einem sehenswerten Volleyschuss (70.) nur die Unterseite der Querlatte. Bei zwei Versuchen von Albert Vallci (63.,78.) fehlten nur Zentimeter zum Torglück. Doch irgendwie wollte es an diesem Abend nicht klappen - auch in der sieben-minütigen Nachspielzeit nicht. Im Gegenteil: Ex-Wacker-Kicker Daniel Schütz erzielte in der 94. den Endstand.

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Cheikou Dieng hatte zu Beginn der Partie noch Probleme, zeigte nach dem Seitenwechsel aber einige gute Aktionen.
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Und so kassierten die Spieler von Trainer Karl Daxbacher im vierten Spiel die dritte Niederlage. Zum ersten Mal überhaupt in der Bundesliga-Geschichte gingen die ersten beiden Heimspiele der Saison verloren. St. Pölten setzte unterdessen seinen Erfolgslauf fort und ist weiter hinter Meister Salzburg Zweiter (2:0 gegen Hartberg).

"Das schnelle Tor war für St. Pölten optimal. Wir haben alles versucht - gelaufen, gekämpft, gespielt. Es gibt wenig auszusetzen, außer, dass wir den Ball nicht im Tor untergebracht haben", zeigte sich Daxbacher mit dem Spiel seiner Elf zufrieden. "Von der Leistung her war es gut, vom Ergebnis her natürlich nicht."

"Ich bin sehr froh darüber, dass wir in Tirol gewonnen haben. Die Art und Weise macht mich aber nicht glücklich", sagte sein Gegenüber Kühbauer nach dem Spiel. "Nach der Pause haben wir mit dem Feuer gespielt, irgendwann wird es zu brennen beginnen. Wir haben momentan das nötige Glück, das dürfen wir aber nicht überstrapazieren." (TT.com)


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