TT-Café in Innsbruck bot heiße Themen und coole Stimmung

Der dez-Parkplatz erwies sich am Samstag als perfekter Frühstückstisch. Das TT-Café zog in Innsbruck die Massen an. Die Bühne war hochkarätig besetzt.

Zahlreiche Tiroler verbrachten den Vormittag beim TT-Café in Innsbruck. Die besten Bilder gibt's in der Bildergalerie.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Das war am Samstag sicher mit Abstand der größte Frühstücks­tisch des Landes. Das TT-Café am Parkplatz vor dem Einkaufszentrum dez erwies sich dabei als perfekte Location – für einen Plausch, Unterhaltung, ein köstliches Frühstück und jede Menge Information. Und trotz rekordverdächtiger Besucherzahlen war es dabei ein richtig gemütlicher Start ins Wochenende.

9300 Tassen Testarossa-­Kaffee, rund 4500 Flaschen Mineralwasser von Montes und 4000 Stück Gebäck aus der Backbox von Hofer waren die untrüglichen Zahlen eines coolen Tourstopps in Innsbruck – und das bei heißem Badewetter. Heiß waren nicht nur Wetter und Kaffee, sondern auch die Themen, die besprochen wurden.

Willis erste Monate

Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) bezog noch einmal hinsichtlich der Vorbehaltsflächen Position und machte klar, dass er die Hoffnung auf eine Mehrheit dafür noch längst nicht aufgegeben hat. Dies sei ein Weg, wie man in Innsbruck Wohnen leistbarer machen könne. Wie die ersten Monate als Stadtchef waren, wollte Chefredakteur Mario Zenhäusern von Willi wissen? „Es ist ein schönes Amt. Man weiß nie, was der Tag bringt. Ich habe aber schon viele neue Ecken der Stadt kennen gelernt“, sagte der Bürgermeister.

Bürgermeister Willi und Vize-Bürgermeister Gruber standen Rede und Antwort.
© Thomas Boehm / TT

In der Polit-Runde fand sich auch VP-Vizebürgermeister Franz Gruber ein, in der Stadt sowohl für Sicherheit als auch für Soziales zuständig. Gruber versprach, dass man an Lösungen für geplagte Anrainer rund um Sozial­einrichtungen arbeite. Die Einrichtungen selbst hätten für Innsbruck aber eine enorme Bedeutung. Beim Stichwort Pflege sagte Gruber: „Wir sind hier Weltklasse. Was uns fehlt, ist aber das Personal. Auch hier arbeiten wir gemeinsam mit dem Land an neuen Lösungen.“

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Und während die beiden Politiker noch auf den einen oder anderen Plausch beim Publikum einkehrten, konnte IKB-Vorstand Thomas Pühringer eindrucksvolle Zahlen präsentieren. Etwa den im Hitze-Sommer um über 30 Prozent gestiegenen Wasserverbrauch. Zuletzt wurde nach einem TT-Artikel intensiv über einen zweiten Recyclinghof in Innsbruck diskutiert. Pühringer: „Der ist notwendig. Wir hatten an Spitzentagen alle 27 Sekunden eine Einfahrt. Die zweite Anlage im Westen der Stadt steht auch im Regierungsprogramm.“

Zwischen Rad-WM und Wacker-Freikarten

Landespolizeidirektor Helmut Tomac, der neben Pühringer auf der Bühne Platz nahm, sprach über die aktuellen Flüchtlingszahlen, seinen Draht zum neuen Innenminister („Da haben wir etwa durch das Innenministertreffen viel Vertrauen aufgebaut“) und seine Verbundenheit zu Tirol. Bei der Straßen-Rad-WM werden bis zu 1300 Beamte im Einsatz sein. „Das ist ein Mega-Event“, sagte Tomac. Und nahm damit dem nächsten Gast schon fast die Worte aus dem Mund.

Esther Wilhelm und Gerhard Stocker ließen die Seele baumeln.
© Thomas Boehm / TT

Denn die Kommunikationschefin der Rad-WM, Esther Wilhelm, machte Werbung für die Großveranstaltung. „Wir erwarten an den sieben Renntagen bis zu 500.000 Besucher aus aller Welt.“ Innsbruck als Austragungsort und die besonders schwere Strecke schlügen „international Wellen“. Die Veranstalter wollen in den kommenden Tagen weitere Sponsoren präsentieren.

Sponsoren. Bekanntes Terrain für Gerhard Stocker, Präsident des FC Wacker Innsbruck. Der Club sei ein interessanter Werbepartner, man habe „kaufmännisch alles im Griff“. Mit dem Start in die Bundesligasaison zeigte sich der Präsident vor dem abendlichen Match gegen St. Pölten zufrieden. Am Ende soll ein einstelliger Tabellenrang stehen. Als Geschenk für die Fans hatte Stocker zehn Eintrittskarten für ein Wacker-Heimspiel mitgebracht, die verlost wurden.

Arnold: „Für die Hunde muss mehr gemacht werden“

Die Lacher auf ihrer Seit­e hatte die Innsbrucker Bezirksjägermeisterin Fion­a Arnold. Wortreich und temperamentvoll schilderte sie ihren Weg in eine Männerdomäne und wies auf die schwierige Situation des Wildbestandes rund um das Stadtgebiet hin. Arnold forderte die Politik auch auf, für die Hunde in Innsbruck mehr zu tun. Hier brauche es weitaus großzügigere Lösungen – was wiederum dem Wildbestand guttäte.

Nach 18 Jahren starten Die Knödel in den kommenden Monaten ein Comeback. Musiker und Komponist Christof Dienz erzählte beim TT-Café über die Pläne der Volksmusik-Jazz-Band für ein neues Album samt Tour 2019, was er in den Jahren dazwischen gemacht hat – und warum man einst in New York eine echte „Fanbasis“ hatte.

Neben den interessanten Gästen gab es bei der TT-Frühstückstour auch Informationen von Hansaton zum Thema Hören und jede Menge Kinderprogramm. Apropos: Schwerstarbeit mussten die beiden Glücksengerln Theresa und Julia leisten. Neben den Wacker-Karten wurden auch zwei Testa-Rossa-Kaffeemaschinen und der Einkaufsgutschein für das dez im Wert von 300 Euro verlost. Den übergab Center-Manager Helmut Larch dann auch höchstpersönlich. (mw)

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Das TT-Café in Innsbruck lockte viele Interessierte an.

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TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern und Moderatorin Margit Bacher führten durch den Vormittag.

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