Treffen Merkels und Putins beendet - Themen Syrien und Ukraine

Berlin/Kiew (APA/dpa) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsidenten Wladimir Putin haben über Lösungswege aus den Krisen ...

Berlin/Kiew (APA/dpa) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsidenten Wladimir Putin haben über Lösungswege aus den Krisen in Syrien und der Ukraine beraten. Nach ihrem gut dreistündigen Treffen im brandenburgischen Meseberg reiste Putin am Samstagabend zurück nach Russland. Über Inhalte ihrer Beratungen wurde nichts bekannt.

Vor Beginn eines Treffens hatte Merkel die Verantwortung Deutschlands und Russlands für die Lösungen der Krisen deutlich gemacht und hinzugefügt, sie sei bereit, mit Putin daran zu arbeiten. Zugleich warnte Merkel vor einer humanitären Katastrophe in Syrien. Immerhin gingen offensichtlich die Kampfhandlungen zurück. Nötig seien aber eine Verfassungsreform und Wahlen. Russland ist die Schutzmacht des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, den der Westen eigentlich von der Macht weghaben will.

Putin rief Europa zur Hilfe beim Wiederaufbau in Syrien auf. Eine Wiederherstellung der Infrastruktur sei nötig, damit Flüchtlinge aus dem Ausland heimkehren könnten. Dabei gehe es nicht nur um Rückkehrer aus Europa, sondern auch um Millionen Flüchtlinge aus den Nachbarländern Jordanien, dem Libanon und der Türkei.

Der russische Präsident unterstrich die Zuverlässigkeit russischer Gaslieferungen. Diese würden durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, die direkt von Russland nach Deutschland führt, noch verbessert. Eine Fortsetzung des Gas-Transits durch die Ukraine auch nach dem Bau der neuen Pipeline schloss er nicht aus.

Merkel reist nächste Woche in die ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Insbesondere in Aserbaidschan geht es um eine alternative Pipeline nach Europa, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern.

Putin kam eine halbe Stunde später als geplant zu dem Treffen mit Merkel im Gästehaus der Bundesregierung nördlich von Berlin. Er war zuvor auf Stippvisite in Österreich, wo er Gast auf der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) war. Die Einladung an Putin hatte national und international für Irritationen gesorgt.


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